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Caesar, Philipp (auch Keyser, Kayser)

GND: 100065457

Zu einem unbekannten Zeitpunkt geb. in Öttingen, gest. 18.8.1585 Saalfeld/Preußen, luth. Theologe

Als Prediger wurde C. gemeinsam mit seinen vier Brüdern 1559 aus Nördlingen vertrieben und ging ins protestantische Mitteldeutschland. Ab 1560 war er in Wasungen bei Georg Ernst von Henneberg als Diakon tätig, 1561 erhielt er die Pfarrei in Blankenburg, die er 1565 wegen seiner Beteiligung am sog. „Wucherstreit“ wieder verlor. 1566 wurde er Superintendent und Oberpfarrer an St. Jakobi in Göttingen. 1570 wandte C. sich nach Preußen, wurde zuerst Pfarrer an der Altstädter Gemeinde in Königsberg und 1579 Pfarrer und Ephorus in Saalfeld. Er verfasste 1568 eine „Institutio de hierarchia politica und oeconomica“; 1569 eine „Doctrina de usura“, die 1578 in englischer Übersetzung in London erschien, und gemeinsam mit Martin Chemnitz das „Enchiridion doctrinae coelestis“, das erst 1588 postum erschien. Eine Stellungnahme im Majoristischen Streit, zusammen mit einer Refutatio aus der Feder Schnepfs, sowie eine Disputation gegen die neuen Manichäer – gemeint ist vor allem Matthias Flacius, erschienen beide 1575 in Königsberg bei Daubmann.

ADB

Deutsches Biographisches Archiv (DBA): I 173,278,280;291-293;644,421-423

Quellen

1574
Caesar, Disputatio contra novos Manichaeos; K 565  (Autor)
Schnepff, Refutatio Maiorismi; S 3322  (Autor)
Verantwortung Mörlini gegen die Wittenberger Grundfest; K 567  (Herausgeber)
1576
Treuherzige Warnung vor den Sakramentenschändern und Calvinisten; K 576  (Autor)

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Zitierhinweis

Caesar, Philipp (auch Keyser, Kayser), in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/b1686d9c-cf9c-4c04-99f2-7b6c738421b6>. (Zugriff am 23.04.2019)

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