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Coelius, Michael, (auch Caelius)

GND: 124643620

geb. 7.9.1492 in Döbeln, gest. 13.12.1559 in Mansfeld, luth. Theologe.

Geboren als Sohn eines Bäckermeisters studierte Caelius ab 1509 in Leipzig, erwarb 1510 das Baccalaureat und wurde 1512 Lehrer an der Schule seiner Heimatstadt. 1516 avancierte er zum Rektor der Schule; zu seinen Schülern gehörten der spätere Luther-Biograph Johannes Matthesius, der Musiker Johann Walther und der Mathematiker Peter Apianus. 1518 wurde C. Pfarrer in Grimmitz und später Rochlitz. Nachdem er mit Luthers Theologie als Zuhörer bei der Leipziger Disputation in Berührung gekommen war, studierte er in Wittenberg und wirkte als Pfarrer in Böhmen, kehrte aber 1524 nach Wittenberg zurück. 1525 empfahl ihn Luther als Schlossprediger an Albrecht von Mansfeld. 1542 wurde er Dekan und 1548 auch Stadtpfarrer in Mansfeld. Dort führte C. 1534 eine Kontroverse mit Georg Witzel, während er weder mit seinem Diakon Cyriakus Spangenberg noch mit seinem Kollegen im nahegelegenen Eisleben, Johannes Agricola in Konflikt geriet. Das Interim lehnte C. gemeinsam mit den übrigen Mansfelder Theologen ab; im Majoristischen Streit bezog er gegen Georg Major Stellung.

ADB

Deutsches Biographisches Archiv (DBA): I 173,150

Quellen

1556
Bericht vom Sakrament des Leibs und Bluts; C 1855  (Autor)

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Zitierhinweis

Coelius, Michael, (auch Caelius), in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/a47ed985-78d1-4271-945a-cc00f7dbc206>. (Zugriff am 23.04.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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