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Degen, Jakob

GND: 118606875

gewöhnlich Schegk genannt, Philosoph und Arzt. 1511 in Schorndorf geboren, immatrikulierte sich D. 1528 an der Universität Tübingen, wo er 1529 den Grad eines Magisters der Philosophie erlangte und mit Vorlesungen über Philosophie und die Klassiker begann. Sein Rektorat des Tübinger Stiftes führte ihn zu näherer Beschäftigung mit der Theologie. Während dieser Zeit betrieb er auch Studien innerhalb der Jurisprudenz, bevor er sich endgültig auf die Medizin als Profession festlegte. 1539 zum Doktor der Medizin promoviert, wurde er 1543 zum Professor der Medizin ernannt, so dass er von diesem Zeitpunkt Philosophie und Medizin parallel nebeneinander las. Doch war er auch auf dem Gebiet der Theologie tätig: Während der 60er Jahre beteiligte sich D. an den trinitarischen und christologischen Streitigkeiten seiner Zeit, indem er die Tübinger Positionen zu diesen Fragen verteidigte. 1577 erblindete er, setzte seinen Lehrbetrieb aber fort. Unter philosophischem Gesichtspunkt ist D. ein Hauptvertreter der aristotelischen Richtung. Er veröffentlichte Schriften gegen den philosophischen Antipoden des Aristotelismus, Petrus Ramus. Am 9. Mai 1587 starb D. in Tübingen.

ADB 5, 21–22

Quellen

1564
De una persona et duabus naturis Christi; S 2493  (Autor)
1565
Degen, Contra Antitrinitarios; S 2474  (Autor)
Degen, Responsio ad libellum Anonymi interpretis; S 2490  (Autor)
Simoni, Declaratio; --  (Gegner)
1566
Erastus, Responsio ad libellum Schegkii; --  (Gegner)
1567
Degen, Antilogia adversus Seruetianae Haereseos; S 2463  (Autor)
Degen, Responsum ad Simonis Simonii libellum; S 2491  (Autor, Autor des Vorwortes)

Zitierhinweis

Degen, Jakob, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ccb2d3f8-d49a-413f-9656-087a2f23dfda>. (Zugriff am 01.06.2020)

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