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Faber, Basilius

GND: 12444282X

gnesiolutherischer Lehrer. Um 1520 als Verwandter Michael NEANDERs in Sorau in der Niederlausitz geboren, besuchte FABER die Schule seiner Heimatstadt, um anschließend bei TROTZENDORF in Goldberg die höhere Ausbildung zu erhalten. Zu Ostern 1538 immatrikulierte er sich an der Universität Wittenberg und wurde nach kurzem Studium Rektor der Nordhausener Schule. 1556 verließ er, vielleicht im Kontext des antinomistischen Streits, Nordhausen und ging zunächst nach Tennstädt, dann nach Magdeburg, bevor er 1560 Rektor der lutherischen Schule in Quedlinburg wurde. Dort fertigte er die Übersetzung der WIGAND-Schrift „Gnothi seauton“ an (VD 16 W 2771). Als die Äbtissin ANNA II., Gräfin von Stolberg-Wernigerode, jedoch 1570 von den Geistlichen und Lehrern ihres Gebietes die Lehrverpflichtung auf das Corpus Doctrinae Philippicum verlangte, lehnte FABER dies ab und musste im Dezember 1570 Quedlinburg verlassen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Ammendorf erhielt FABER 1571 einen Ruf an das Ratsgymnasium im Augustinerkloster zu Erfurt. Dort erschien auch sein wirkungsgeschichtliches bedeutsamstes Werk, der „Thesaurus eruditionis scholasticae“, eine gelehrte Einführung in das Studium der lateinischen Sprache. FABER starb 1575 oder 1576.

ADB 6, 488–490

Quellen

1563
Wigand, Gnothi seauton, hoc est, De homine <dt.>; W 2771  (Übersetzer)
1573
Gegenbericht auf die greulichen Calumnien; F 108  (Autor)

Zitierhinweis

Faber, Basilius, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/c9b5d520-4209-4247-9fab-2e825eab38c4>. (Zugriff am 02.03.2021)

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