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Haubold, Hieronymus

GND: 116521279

Geburtsdatum unbekannt, ca. 1535 in Frankenberg/Sachsen, gest. 15.6.1579 in Efferding/Österreich, luth. Theologe

H. studierte in Wittenberg bis zum Magister Artium, wurde 1562 Professor der Artes in Greifswald und übernahm 1566 die Leitung der neugegründeten Schönburgschen Landesschule in Geringswalde. Er widersetzte sich dem Mandat des sächsischen Kurfürsten August vom 18.6.1565, mit dem der Streit unter den Theologen des Landes unterbunden werden sollte: Als seine Schule am 11.7.1568 visitiert wurde, beharrte H. auf seinen flacianischen Ansichten. Der drohenden Verhaftung konnte er sich durch Flucht entziehen, doch die Schule wurde bei der Militäraktion zerstört und H.s Kollege Jakob Mehlhorn gefangen gesetzt. H. wandte sich zu Nikolaus Gallus nach Regensburg, wo er Schulrektor wurde, und ging von dort als Lehrer nach Klagenfurt. Seine Tätigkeiten als Pädagoge verliefen anscheinend wenig erfolgreich. In Efferding im Land ob der Enns wurde er Prediger.

ADB

Deutsches Biographisches Archiv (DBA): I 484,189-192

Quellen

1573
Bericht worum es jetzt zu tun sei; H 765  (Autor)
1575
Lange/Haubold, Bekenntnis von der Erbsünde; L 274  (Autor des Vorwortes, Autor)
1578
Haubold, Bericht von den Irrtümern der Flacianer; H 769  (Autor)

Zitierhinweis

Haubold, Hieronymus, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/fdfad673-7815-4f14-9bd2-9b262c07df98>. (Zugriff am 01.04.2020)

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