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Herxheimer, Bernhard

GND: 100163920

Spiritualist. Die Lebensdaten H.s sind unbekannt. 1554 veröffentlichte er in seiner Heimatstadt Landau den Druck „Das Fastnachtsküchlein“, eine Schrift, die kirchliche und religiöse Gegenstände besprach und kritisierte. Als er daraufhin beim Rat angezeigt wurde, fand eine Verhandlung von Ostern bis Misericordias Domini 1554 statt, an deren Ende H. als Häretiker der Stadt verwiesen wurde. H. ging nach Edenkoben in der Kurpfalz, wo er 1559 durch Kurfürst Friedrich III. wieder abgesetzt wurde, weil der kurpfälzische Generalsuperintendent Tilemann HESHUSIUS ihn als Zwinglianer und Schwenckfeldianer beschuldigt hatte, der in der Abendmahlslehre abwich. In seinem „Bekandtnuß christlichen glaubens“ wendete sich H. in 32 Artikeln der Dogmatik zu und vertrat dabei das Konzept des doppelten Glaubens, nämlich einen Schrift- und einen Geistglauben. Die Sakramente seien als bloße Zeichen zu verstehen. Daneben hat er auch Reimbücher über die Fastnacht veröffentlicht.

ADB 12, 257–258

Quellen

1558
Herxheimer, Bekenntnis des christlichen Glaubens; H 2650  (Autor, Autor des Vorwortes)

Zitierhinweis

Herxheimer, Bernhard, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/af480b63-d6f2-460d-94cd-a8ac5453e48f>. (Zugriff am 10.04.2020)

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