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Krautwald, Valentin

GND: 119020270

Schwenckfeldianer. 1490 in Neisse geboren, studierte K. unter finanzieller Förderung des Bischofs Johann Thurzo in Krakau und erhielt, als Doktor zurückgekehrt, ein Kanonikat in Neisse. Zudem wurde er zum Notar an der Kanzlei des bischöflichen Hofes ernannt. 1521 war K. an der Bildung einer kleinen evangelischen Gemeinde unter der Förderung des Bischofs beteiligt. Aufgrund seiner großen Gelehrsamkeit berief ihn Herzog Friedrich von Liegnitz zum Kanonikus und Lektor der Theologie an der Stiftskirche in Liegnitz. Dort schloss K. Freundschaft mit Kaspar Schwenckfeld von Ossig und wurde dessen Griechisch- und Theologielehrer. Er systematisierte dessen Abendmahlslehre und überschickte sie 1526 an Luther zur Prüfung. Nach dessen Ablehnung wurde Schwenckfeld von allen Seiten angefeindet und verließ 1529 die Stadt. Da K. nicht zum Führer einer oppositionellen Gruppe geboren war, zog er sich in seine Amtsgeschäfte zurück. Am 5. September 1545 starb K. in Liegnitz.

ADB 4, 570–571

Quellen

1549
Collatio et consensus, verborum caenae coenae dominicae, de corpore et sanguine Christi; C 5725  (Autor)
De Veteris depravati, novi item ac reparati hominis conditione.; C 5738  (Autor)
Der Schwärmer; ZV 3976  (Autor)
In svermerimastigas quod neminem christianvm pvdeat svermericae sive probrosae alivs appelationis.; I 164  (Autor)
1560
Zwölff ursachen; ZV 3978  (Autor)
1574
Inquisitio de verbo Dei; C 5727  (Autor)

Zitierhinweis

Krautwald, Valentin, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/f23b7b65-8757-4612-9f27-cb6800fb4169>. (Zugriff am 28.09.2020)

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