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Lauterwald, Matthias

GND: 129181641

Theologe. 1520 in Elbing geboren, studierte L. auf Kosten des Herzogs Albrecht von Brandenburg in Wittenberg und wurde dort ein eifriger Schüler Melanchthons. 1549 als Magister nach Königsberg zurückgekehrt, beteiligte er sich am 5. April 1549 an der Disputation Osianders über die Rechtfertigungslehre. Die harsche Kritik Osianders an seiner Position veranlasste L. dazu, am nächsten Tag zwölf Thesen über die Buße gegen ihn zu publizieren. Als er im Mai 1549 eine Disputation de luce inaccessibili et de tenebris ankündigte, in der einige kritische Sätze gegen Osiander enthalten waren, wurde ihm die Veröffentlichung durch den Herzog verboten und ihm die weitere Lehrtätigkeit an der Universität untersagt. Der Streit zwischen den beiden Theologen wurde immer erbitterter und endete vorerst mit der Entlassung L.s 1550. Er kehrte nach Wittenberg zurück, um dort seine Studien fortzusetzen. 1551 wurde er Prediger an der Fürstenschule Schulpforte. Einige Zeit später war er dann in Eperies in Ungarn als Prediger zu finden, wo er früh verstarb.

 

ADB 18, 79f

Quellen

1550
De creationis actione; M 2910  (Autor)
1551
Fünf Schlußsprüche wider Andreas Osiander; L 790  (Autor)
Lauterwald, Quod dissimilis sit; ZV 9502  (Autor)
Lauterwaldt, Was unsere Gerechtigkeit sei gegen Osiander; L 793  (Autor)
1552
Was von Taulers Offenbarung zu halten sei; L 788  (Autor)
1556
Palladius, Catalogus Haeresium huius aetatis; P 140  (Gegner)

Zitierhinweis

Lauterwald, Matthias, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/f550f6e5-b101-4bfc-a2e1-1345a746fb5e>. (Zugriff am 04.07.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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