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Melissander, Kaspar (eigentlich Kaspar Bienenmann)

GND: 116005548

geb. 3.1.1540 in Nürnberg, gest. 12.9.1591 in Altenburg, luth. Theologe, Liederdichter

B. studierte in Leipzig, Jena und Tübingen und begleitete eine Gesandtschaft Kaiser Maximilians II. nach Griechenland; von da an gräzisierte er seinen Namen. Nach seiner Rückkehr wurde er zunächst Professor in Lauingen, dann Generalsuperintendent in Pfalz-Neuburg, verlor dieses Amt aber im Zuge der synergistischen Streitigkeiten. 1571 wurde M. in Jena zum Doktor theol. promoviert. Von Johann Wilhelm von Sachsen als Prinzenerzieher an den Hof nach Weimar geholt, wurde er nach dem Tod des Herzogs vom Kurfürsten August von Sachsen auf Betreiben der kursächsischen Theologen als Flacianer vertrieben. Von 1578 an war er bis zu seinem Tod Pfarrer und Generalsuperintendent in Altenburg. Er verfasste katechetische Schriften, Trostschriften und geistliche Lieder.

ADB, NDB, BBKL

Deutsches Biographisches Archiv (DBA): I 100,229;824,323-341;II 122,105-106;III 79,85-86

Quellen

1560
Wahrhaftiger Bericht von den Wohltaten; S 7720  (Herausgeber)
1571
De iustificatione hominis peccatoris coram Deo; H 3072  (Promovend)
1571
Confessio de praesenti certamine; B 5432  (Autor)
Jenaer Sammeledition der Streitschriften gegen die Wittenberger Fakultät; B 5434  (Herausgeber)
1575
Von der zweiten babylonischen Gefangenschaft; B 5487  (Autor)
1576
Melissander, Gebet gegen die zwinglische und calvinische Sakramentschwärmerei; B 5437  (Autor)

Zitierhinweis

Melissander, Kaspar (eigentlich Kaspar Bienenmann), in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/e339617f-d004-4f65-8ddb-c4166cc3b44a>. (Zugriff am 26.02.2021)

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