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Rabus, Ludwig

GND: 11632144X

lutherischer Theologe. 1524 in Memmingen in Schwaben geboren, besuchte R. die Schule in Straßburg, bevor er sich 1538 in Tübingen immatrikulierte. Nach Wittenberg gewechselt, erlangte er 1543 den Grad eines Magisters. 1544 nahm er den Ruf als Hilfsprediger an das Straßburger Münster an. Nachdem er 1548 Prediger am Münster geworden war, verlor er diese Stelle aufgrund seiner Ablehnung des Augsburger Interims bald wieder. R. blieb jedoch in Straßburg und predigte an anderen Kirchen. Nach der Aufhebung des Interims durch den Passauer Vertrag 1552 wurde er Pfarrer, Vorsteher des Collegium Wilhelmitanum und Lehrer der Theologie am Straßburger Gymnasium. 1553 reiste R. nach Tübingen, wo er zusammen mit Jakob ANDREAE zum Doktor der Theologie promoviert wurde. Nach dem Tod Caspar HEDIOs machte sich R. Hoffnungen auf die Stelle des Präses des Straßburger Kirchenkonventes. Als der Straßburger Rat diese Stelle Johann MARBACH übertrug, verließ R. beleidigt die Stadt, um am 22. November 1556 die Stelle als Pfarrer und Superintendent in Ulm anzutreten. In dieser neuen Stelle setzte er sich für das Luthertum ein. Er unterstützte das Konkordienprojekt ANDREAEs und unterzeichnete 1571 den Zerbster Abschied vom Mai 1570 sowie 1577 die Konkordienformel. 1590 trat R. seinen Ruhestand an und starb am 22. Februar 1592.

ADB 27, 97

Zitierhinweis

Rabus, Ludwig, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/c096e114-fdf6-44ce-a8b6-80cb62e3ac29>. (Zugriff am 04.03.2021)

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