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Sozomenos, Salamenes Hermeios

GND: 118798162

geb. um 400 in Bethelia bei Gaza, gest. um 450, griechischer Kirchenhistoriker

S. Geburts- und Todesjahr sind unbekannt. Schon sein Großvater war Christ, er ging bei Mönchen in der Nähe seines Geburtsorts in die Schule. Später, nach 425, lebte er als Rechtsanwalt in Konstantinopel. Er schrieb unter Kaiser Theodosius II. eine Kirchengeschichte der Jahre 324–421, für die er lateinische und wohl auch syrische Quellen gelesen hatte. Zwei Bücher über die Anfänge der Kirche sind verloren gegangen, das große Werk in neun Büchern entstand 443–450. Das Ende des neunten Buchs ist verloren, denn in der Widmung wird angekündigt, dass die Zeit bis 439 erfasst sein soll, tatsächlich endet das Werk aber mit Ereignissen des Jahres 421. Seine Kirchengeschichte ist inhaltlich größtenteils abhängig von dem Werk seines Zeitgenossen und Mitbürgers Sokrates (den er aber nirgends erwähnt), das er in neue und elegantere Form bringt und kritisch an anderen Quellen überprüft. In den Auseinandersetzungen um das Augsburger Interim werden Teile seines Werks mit Kommentierung in Magdeburg gedruckt.

Griechisches Biographisches Archiv (GBA): 381, 334-335; 381, 337-345

Quellen

1549
Historia ecclesiastica, Ausz. deutsch; S 7110  (Autor)
Historia ecclesiastica, Ausz. deutsch; S 7111  (Autor)

Zitierhinweis

Sozomenos, Salamenes Hermeios, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/a7d7aab9-ab70-4af0-bac6-3ccdc11735cc>. (Zugriff am 01.06.2020)

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