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Stoltz, Johann

GND: 121410293

geb. ca. 1514 in Wittenberg, gest. 15.7.1556 in Weimar, luth. Theologe

St. studierte in seiner Heimatstadt, wurde 1539 Magister Artium und anschließend Diakon in Jessen und Prinzenerzieher am albertinischen Hof. 1540 setzte er sein Studium in Wittenberg fort und wurde 1544 Professor. 1547 ging er wegen des Krieges nach Weimar, wo er Hofprediger am ernestinischen Hof bei den Söhnen Johann Friedrichs wurde. St. beteiligte sich an dem Weimarer Gutachten über das Interim 1549 und war einer der Theologen, die die Stellungnahme zum osiandrischen Streit verfassten. Er reiste auch 1552 nach Königsberg, um an den vergeblichen Ausgleichsverhandlungen teilzunehmen. 1554/55 führte er die Visitation in Thüringen durch und hatte maßgeblichen Einfluss auf die Konzeption der Jenaer Lutherausgabe. St. starb schon 1556. Postum erschien 1558 eine Refutatio der Lehre Johannes Pfeffingers vom freien Willen mit einer Vorrede seines langjährigen Adiunkts und Nachfolgers als Hofprediger, Johannes Aurifaber.

RGG3, RGG4

Deutsches Biographisches Archiv (DBA): II 1273,214

Quellen

1552
Schmalkaldische Artikel; ZV 10063  (Autor des Vorwortes, Herausgeber)
1554
Brevis defensio viri Dei Lutheri; S 9260  (Autor)
1557
Refutatio propositionum Pfeffingeri de libero arbitrio; S 9267  (Autor)

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Zitierhinweis

Stoltz, Johann, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ca34fd22-ea7c-4af2-972f-a2d6bfc4a21d>. (Zugriff am 23.04.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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