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Tucher, Stephan

GND: 119853094

lutherischer Pfarrer. Aus einer Magdeburger Patrizierfamilie stammend, wurde der Schwiegersohn von Erasmus Alber im Frühjahr 1535 in Wittenberg immatrikuliert, wo er den Grad eines Magister Artium erreichte. 1547/48 wurde T. auf Empfehlung Melanchthons für eine Theologieprofessur in Königsberg in Aussicht genommen. Da er jedoch die Doppelbelastung durch eine Pfarrstelle in Königsberg, die er zusätzlich zur Professur noch hätte besetzen müssen, ablehnte, blieb er Diakon an St. Ulrich in Magdeburg. Dort schloss er sich an dem Kreis von Theologen an, die unter Führung von Flacius Illyrikus Widerstand gegen das Interim leisteten. Er starb am 13. April 1550 in Magdeburg.

Thomas Kaufmann, Das Ende der Reformation, Tübingen 2003.

Quellen

1548
Die letzte Predigt Lutheri; L 5439  (Autor des Vorwortes)
1569
Heerbrand, De electione et praedestinatione; H 1033  (Promovend)

Zitierhinweis

Tucher, Stephan, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/dd2cb43c-d410-4596-9172-2b820bbb4c62>. (Zugriff am 02.07.2020)

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