Bibliographie/Quellen

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Greizer Prediger, Confessionsschrift (VD16: M 5038)

Prediger aus Greitz, Gera und Schönburg (auf Titel)

Confessionschrifft:
Etlicher Predicanten in
den Herrschafften / Graitz / Geraw / Schon=
burg / vnd anderer hernach vnter=
schriebenen:
Gestellet
Zu Notwendiger Able=
nunge vieler Ertichten Calumnien vnd Leste=
rungen / vnd dagegen erklerunge vnd beförderung
der Warheit / Zu förderst aber wie ein jeder Christ / die
jetzt schwebenden schedlichen Corruptelen vnd Irthu=
me / nach dem Heiligen Catechismo Lutheri
erkennen / Wederlegen vnd fliehen
müge: Anno Domini 1567.
Mense Martio.
Psalm LXXIII.
Das ist meine Freude / das ich mich zu Gott halte / vnd
meine zuuersicht setze auff den HERRN HERRN /
Das ich verkündige allein dein thun.

Druck

Erscheinungsort
Eisleben (erschlossen)
Drucker
Petri, Andreas (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1567 (auf Titel)
Umfang und Format
150 Blatt 4°
VD 16-Nummer
M 5038
Bestandsnachweis HAB
202.46 Quod. (10)
Weitere Exemplare
313.6 Theol.(1); Alv Dd 53(2); Li Sammelbd.270(2)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Heinrich d. J., Heinrich d. Mittlere (aus Text oder Kolophon)
Datum
02.03.2005
Umfang
A 2r - A 4v; Unterzeichner auf zwei folgenden Bl.

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Allgemeiner Druck
Kommentar
Mit diesem Druck legen die beiden Theologen Simon Musäus und Georg Autumnus, die nach ihrer Vertreibung aus Schwerin in Gera und Greitz Superintendent geworden waren, zusammen mit anderen Pfarrern der Herrschaften Gera, Greitz und Schönburg ihr Bekenntnis ab, das sie gegen die Anschuldigungen, sie verträten eine falsche Lehre, schützen soll. In einem unfangreichen Durchgang durch die Hauptstücke des Kleinen Katechismus nehmen die Pfarrer gegen alle theologischen Lehrer Stellung, deren Position sie ablehnen. So hätten die neuen Wittenberger Antinomer ab 1559 das Evangelium als Predigt der Sündenvergebung und der Buße und Reue bezeichnet und damit die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium aufgegeben. Pfeffinger, Strigel und Stössel hätten die irrige Position vertreten, dass der Mensch kein Stein oder Amboss sei, die menschliche Natur zwar verdorben, jedoch noch immer dazu in der Lage sei, dem Wort Gottes durch Zustimmung zu entsprechen. Diese drei Theologen verträten damit die ebenfalls irrige Position des alten Melanchthon von den tres causae, die in der Bekehrung zusammenkommen müssten und helfen damit dem Synergismus wieder auf, der einen freien menschlichen Willen brauche. Gegen die Position Majors und Menius’, dass gute Werke nötig seien zur Seligkeit, sei daran festzuhalten, dass die Rechtfertigung völlig ohne Werke ablaufe und diese erst die Folge der Rechtfertigung darstellten. Ebenfalls abgelehnt wird die Position, dass man in den Adiaphora den Altgläubigen entgegen kommen könne. Die Zwinglianer und Calvinisten widersprächen den Einsetzungsworten Christi. Doch sei auch Melanchthon mit seinem Ratschlag für den Pfalzgrafen Friedrich auf ihre Seite gewechselt, indem er die „Gemeinschaft“ in 1 Kor 10,16 auf eine Spiritualpräsenz Christi im Abendmahl gedeutet habe. Auch Paul Eber irre mit seiner Unterscheidung der manducatio impiorum, die nur für hoffärtige Christen gelte, nicht aber auch für die Heiden.

Zitierhinweis

Greizer Prediger, Confessionsschrift, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/e94201d2-8384-4b88-9ecb-d06f9f65d1f0>. (Zugriff am 06.06.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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