Bibliographie/Quellen

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Spangenberg, Apologie (VD16: S 7482)

Spangenberg, Cyriakus (auf Titel)

APOLOGIA
Bericht vnd Er=
klerung M. Cyria. Span=
genberg: Der Sieben Pre=
digten halben /
von der
PRAEDESTINATION:
Göttlichen Versehung / vnd
Ewigen Gnadenwahl
in Druck ge=
ben.
Gedruckt zu Eisleben / durch
Andream Petri.
M. D. LXVIII.

Druck

Erscheinungsort
Eisleben (auf Titel)
Drucker
Petri, Andreas (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1568 (auf Titel)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt
Umfang und Format
24 Blatt 8°
VD 16-Nummer
S 7482
Bestandsnachweis HAB
J 42. (4). 8° Helmst.
Weitere Exemplare
677.9 Theol. (5); Th 2516 (3)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Prädestinatianischer Streit
Kommentar
In dieser Schrift verteidigt Cyriacus Spangenberg seinen Druck „DE PRAEDESTINATIONE. Von der Ewigen Vorsehung / vnd Göttlichen Gnadenwahl. Sieben Predigten.“ (S 7654), der auf heftige Kritik gestoßen war. Der Druck sei auf Bitten von Freunden und Gemeindegliedern aus einer Predigtreihe über den Römerbrief entstanden. Hier habe er auch über die Prädestinationslehre gepredigt. Viele Menschen hätten darum gebeten, seine Predigten abschreiben zu dürfen, daher habe er sich entschlossen, sie drucken zu lassen, um Abschreibfehler zu vermeiden. Spangenberg habe sich lange um den Prädestinationsartikel bemüht, der das menschliche Herz belastete, und nun endlich eine Form gefunden, die ihn zu einem Trostartikel mache. Außerdem hätten ihn heftige Disputationen unter seinen Freunden motiviert, über Gottes Alleinwirksamkeit in der menschlichen Bekehrung nachzudenken, ebenso wolle er der Prädestinationslehre der sog. Synergisten und auch Druckschriften der Täufer und der sog. Sakramentierer entgegentreten, die er für irrig halte. Nach gründlichem Studium der Schrift und der Väter, vor allem Augustins, Prospers, des Fulgentius und Luthers, habe er seine Predigten methodisch erarbeitet, gehalten und schließlich drucken lassen, um eine rechtgläubige Gegenschrift zu bieten, an der sich Laien orientieren könnten. Spangenberg habe schon vor der Drucklegung mit heftigem Protest gerechnet, da auch Luthers „De servo arbitrio“ selbst durch viele lutherische Theologen kritisiert worden war. Andererseits hätten auch Brenz, Heshusius und einige andere ähnlich über die Prädestinationslehre geschrieben. Das einzig Neue an Spangenbergs Predigten sei, dass er sie als Trostschriften für das Volk in deutscher Sprache formuliert habe. Befürchtungen, er habe sich zu sehr an „unbequeme reden“ der Kirchenväter und reformierter Theologen gehalten, hält er entgegen, dass er alles auf Schriftgemäßheit geprüft und auch Aussagen der reformierte Prädestinationslehre nicht übernommen habe, die Gott zu einer teilweisen Ursache der Sünde machten. Luther selbst habe davor gewarnt, die göttliche Prädestination verstehen zu wollen. Diesen Artikel zum Trost zu predigen, habe er indes nicht verboten. Für die Vorstellung, dass einig Gott ohne menschliches Zutun über die Erwählung der Menschen zur ewigen Seligkeit entscheide, beruft Spangenberg sich auf Augustin.

Zitierhinweis

Spangenberg, Apologie, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/c9e22c52-a3ad-42e5-aa94-a42786fba1f4>. (Zugriff am 06.06.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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