Bibliographie/Quellen

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Jena, Von der Rechtfertigung und guten Werken (VD16: W 2718 (B 1569))

Theologische Fakultät Jena (auf Titel)

Bekentnis.
Von der Rechtferti=
gung für Gott.
vnd
Von guten Wercken.
Der Theologen in
der Vniuersitet
Jhena.
Psal. 127.
Sie gehen hin vnd weinen / vnd tragen edlen
Samen / vnd komen mit freuden vnd bringen jre
Garben.
Gedruckt zu Jhena / durch
Christian Rödinger.
M. D. LXIX.

Gegner:
Major, Georg (erschlossen)

Druck

Erscheinungsort
Jena (auf Titel)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1569 (auf Titel)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt Druck ursprünglich unter B 1569 aufgenommen, Nr. entfällt
Umfang und Format
22 Blatt 4°
VD 16-Nummer
W 2718 (B 1569)
Bestandsnachweis HAB
H 193 (6). 4° Helmst.
Weitere Exemplare
S 71a.4° Helmst. (5); Alv.: Dk 179 (2); 312 Theol. (9);
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
Mit diesem Druck wendet sich die theologische Fakultät der Universität Jena, bestehend aus Johannes Wigand, Johann Friedrich Coelestin und Timotheus Kirchner, gegen die durch Major behauptete Notwendigkeit guter Werke zur Seligkeit. Sie setzen ein mit einer Kritik daran, dass ihre Gegner Schriften ohne Namensnennung veröffentlichen. Sie bezeichnen darum konsequent ihre Gegner durch die ganze Schrift als "Nachteulen". Gegen die bei ihren Wittenberger Gegnern vermutete Vermischung von Rechtfertigung und guten Werken des Glaubenden machen die Jenaer das sola fide in der Rechtfertigung stark, nach dem erst der Baum gut sein müsse, bevor die Früchte gut werden könnten. Die guten Werke des Menschen müssten zwar als Frucht der Rechtfertigung folgen, bedingten diese aber nicht selber. Gegen die gegnerische Behauptung, der Mensch halte sich der Rechtfertigung vor Gott nicht pure passive, führen die vier Jenaer Theologen Luthers Unterscheidung zwischen der imputata und der activa iustitia ins Feld. Bevor der Mensch überhaupt dazu in der Lage sei, seine iustitia activa auszuüben, müsse ihm die iustitia imputata im Glauben als Geschenk ganz passiv zukommen. Den gegnerischen Einwand, dass die sola-Formulierungen der Reformation die guten Werke völlig ausschlössen und sie nicht mit dem Glauben verbänden, identifizieren die vier Jenaer Theologen als Rechtfertigung unter Einschluss guter Werke, die keine Glaubensgewissheit mehr zulasse. Die Werke seien allein als Früchte der Gerechtigkeit und des guten Baums anzusehen, die der Rechtfertigung nachfolgten, keinesfalls aber als Bedingung für die Rechtfertigung. Der Druck endet mit einer inständigen Bitte an die Leser, sich vor den Verfälschern der Wahrheit zu hüten.

Zitierhinweis

Jena, Von der Rechtfertigung und guten Werken, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/a24b248e-b382-4b96-8a5c-2af003f17a6e>. (Zugriff am 11.12.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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