Bibliographie/Quellen

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Luther, Vermanung an die Geistlichen, versamlet auff dem Reichstag zu Augspurg, Anno 1530 (VD16: L 6923)

Luther, Martin (erschlossen)

Ein guthes sehr nütz=
liches Büchlein vor vielen Jaren im
Drucke ausgegangen / vnd dieser zeit / von wegen
allerley selzamer rencke vnd dücke / dardurch
etliche die Göttliche Warheit zu schwe=
chen sich vnterstehen / wol
vnd fleissig
Zuuermercken / mit einem vorgehen=
den dienlichen bericht / jetzund in
sonderheit widerumb in
Druck verfer=
tiget /
Durch
D. Johan Pfeffinger.
Eme, Lege, Iudica.
Leipzig.
1569.

Herausgeber:
Pfeffinger, Johann (auf Titel)
Gegner:
"Flacianer" (aus Text oder Kolophon)

Druck

Erscheinungsort
Leipzig (auf Titel)
Drucker
Berwald, Jakob (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1569 (auf Titel)
Umfang und Format
48 Blatt 4°
VD 16-Nummer
L 6923
Bestandsnachweis HAB
236.13 Theol. (4)
Weitere Exemplare
Alv.: Di 170 (12); S 172.4º Helmst.; S 235.4º Helmst. (4)
Digitalisat
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Vorwort

Autor
Pfeffinger, Johann (auf Titel)

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Allgemeiner Druck
Kommentar
Mit diesem Druck gibt der Leipziger Professor Johann Pfeffinger die Lutherschrift „Vermanung an die Geistlichen, versamlet auff dem Reichstag zu Augspurg, Anno 1530“ erneut heraus, versehen mit einem Vorwort, in dem er sich kritisch mit den „Flacianern“ und dem altgläubigen Theologen Martin Eisengrein auseinandersetzt. Die „Flacianer“ seien mittlerweile zu regelrechten Feinden der Kirche Christi geworden, die sie verfolgten, indem sie die reine Lehre angriffen. Pfeffinger setzt zur Verteidigung seiner eigenen Lehre gegen diese grundlosen Beschuldigungen an, indem er zunächst darauf hinweist, dass er niemals falsche Lehre vertreten habe. Niemals habe er die ihm fälschlich mit dem Namen „Synergismus“ unterstellte Position vertreten, dass der Mensch aus seinem freien Willen, natürlichen Kräften und Vermögen sich darauf vorbereiten könne, den Heiligen Geist zu empfangen und die Gnade Gottes zu erlangen. Auch habe er zu keiner Zeit die Heilsnotwendigkeit von Zeremonien vertreten, wie ihm nun unter dem Schimpfnamen „Adiaphorismus“ unterstellt werde. Auch die Position, dass gute Werke nötig seien zur Seligkeit, die Seligkeit damit zu erwerben oder die Vergebung der Sünden mit ihnen zu erlangen, die ihm jetzt unter dem Namen „Majorismus“ unterstellt werde, habe er niemals vertreten. An diese kritischen Bemerkungen über die „Flacianer“ schließt sich eine Kritik an dem zum römischen Katholizismus konvertierten Hofprediger Kaiser Maximilians II., Martin Eisengrein, und den Jesuiten an. Die exklusive Verwendung des Begriffes „katholische Kirche“ von römischer Seite sei nicht hinnehmbar. Er bezeichne dem Wortsinn nach die allumfassende und weltumspannende christliche Kirche. Auf diesen Titel hätten weder die römische noch die konstantinopolitanische Kirche einen Exklusivanspruch. Auch die lutherische Kirche in Leipzig bekenne sich zu dieser einen, heiligen, apostolischen und katholischen Kirche. Die römische Kirche hingegen sei weder im eigentlichen Sinne des Wortes noch in einem partiellen katholisch, da sie den Glauben und die Lehre der heiligen Kirche verletze und vernichte. Das einzige Kriterium für die „katholische Kirche“ sei die Verkündigung des Evangeliums und die stiftungsgemäße Verwaltung der Sakramente. Aufgrund der harten Kritik an den „Flacianern“, unter die Pfeffinger pauschal alle gegnerischen Theologen zusammengefasst hatte, ließ der Jenaer Theologieprofessor Johann Friedrich Coelestin mit „Von D. Johan Pfeffingers Vorrede / jtzt newlich ausgangen / die gegenwertigen streitigen Hendel in der Religion belangend“ (H 3730) eine Gegenschrift in den Druck gehen.

Zitierhinweis

Luther, Vermanung an die Geistlichen, versamlet auff dem Reichstag zu Augspurg, Anno 1530, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/d867151f-de4e-4dd5-9448-12ade06420f6>. (Zugriff am 22.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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