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Andreae, Predigt von der christlichen Einigkeit in Dresden (VD16: A 2533)

Andreae, Jakob (auf Titel)

Ein Christliche Pre=
digt / von Christlicher Einigkeit
der Theologen Augspurgischer Confession /
zu Dressden den XXII. Martij
Anno 1570. gehalten.
Durch
Jacobum Andreae / der Heiligen
Schrifft Doctorn / Probst zu Tübingen /
vnd bey der Vniuersitet daselbst
Cantzlern.
Gedruckt zu Wolffenbüttel /
durch Conradt Horn.
M. D. LXX.

Druck

Erscheinungsort
Wolfenbüttel (auf Titel)
Drucker
Horn, Konrad (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1570 (auf Titel)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt
Umfang und Format
37 Bl. 4°
VD 16-Nummer
A 2533
Bestandsnachweis HAB
J 231.4° Helmst. (1)
Weitere Exemplare
159.3 Theol. (2); 178.1.1 Theol. (2); 181.8 Theol. (3); 277 Theol. (2); S 71b.4º Helmst. (2); Alv.: U 116 (2)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Allgemeiner Druck
Kommentar
Mit diesem Druck veröffentlicht Andreae seine am 22. März 1570 in Dresden gehaltene Predigt. Er hatte den Kurfürsten von Sachsen besucht, um auch ihn zur Unterstützung seines Konkordienwerkes zu gewinnen. Diesem Ziel diente auch die hier abgedruckte Predigt. Die Kurfürstin Anna und Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg hatten Andreae um den Druck seiner Predigt gebeten, um sie auch anderen Herrschern zuschicken zu können. Andreae weist in seinem Vorwort darauf hin, dass die theologischen Auseinandersetzungen lange genug die Kirchen beschwert hätten und dass jetzt die Zeit des Friedens angebrochen sei. Die Predigt beginnt dann auch mit einer ausführlichen Klage über die theologische Uneinigkeit in den lutherischen Kirchen. Andreae berichtet über den Verlauf seiner Konkordienreisen und die Besuche bei den einzelnen Territorialherren. Es sei ihm gelungen, Einigkeit über seine fünf Unionsartikel über die Rechtfertigung des Menschen, die Funktion der guten Werke, den unfreien menschlichen Willen in geistlichen Angelegenheiten, die Adiaphora und das Heilige Abendmahl zu erreichen. Die Realpräsenz von Leib und Blut Christi im stiftungsgemäß gefeierten Abendmahl wird durch die wörtlich verstandenen Einsetzungsworte begründet. Aufgrund der reformierten Anfrage zur Möglichkeit der Gegenwart eines wahrhaft menschlichen Leibes an mehreren Orten zugleich, führt Andreae die christologische Möglichkeit der Realpräsenz aufgrund des Sitzens der menschlichen Natur Christi zur Majestät Gottes an. Wie der Leib Christi sich mit dem Brot verbindet, sei hingegen dem Vermögen Gottes zu überlassen. Diese christologische Rechtfertigung der Realpräsenz sollte indes den heftigen Widerspruch der melanchthonisch geprägten Wittenberger Fakultät hervorrufen, die die Allgegenwart der menschlichen Natur Christi entschieden ablehnte.

Zitierhinweis

Andreae, Predigt von der christlichen Einigkeit in Dresden, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/d719db23-6a5d-4a8c-ad57-91dd617d3478>. (Zugriff am 13.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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