Bibliographie/Quellen

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Flacius, Unterweisung der Jugend (VD16: F 1362)

Flacius, Matthias (auf Titel)

Ein Einfelti=
ge Christliche Vnterwei=
sunge der gewachssenen Jugend in
den nötigsten Stücken des Christli
chen Glaubens / so auff den kleinen
Catechismum folgen solt: Sampt
Anzeigung der jetzigen widerwer=
tigen Irthumen / auff das sie
erkenne beide das Gute / zur
erwehlung / vnd auch
das Böse / zur ver=
meidung.
M. Matthias Flacius
Illyricus.
ANNO 1577.

Druck

Erscheinungsort
s.l.
Erscheinungsjahr
1577 (auf Titel)
Kommentar Druck
Titeltext teils in Rotdruck
Umfang und Format
70 Blatt 8°
VD 16-Nummer
F 1362
Bestandsnachweis HAB
990.34 Theol. (2)
Weitere Exemplare
Alv.: Ac 532 (3)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Mörfeld, Katharina (aus Text oder Kolophon)
Datum
undatiert
Umfang
A 2r-6v

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Allgemeiner Druck
Kommentar
Dieser Druck stellt eine der letzten Veröffentlichungen des Flacius dar, bei deren Abfassung er schon einige Zeit im Weißfrauenkloster in Frankfurt am Main lebte. Dabei habe er gesehen, wie die Äbtissin die Kinder ihrer Freunde im Kleinen Katechismus Martin Luthers unterwiesen hat. Die Äbtissin habe ihn und seine Familie nicht allein beherbergt, sondern habe ihnen auch in ihren Krankheiten und auch im Tod zur Seite gestanden und geholfen. Sie sei schon lange evangelisch und habe auch während der Zeit des Interims ihren Glauben mutig bekannt. Als kleinen Dank hat Flacius diese Schrift für die Kinder geschrieben, die schon ein bisschen älter sind, um sie auch über die gegenwärtigen Streitfragen zu informieren. Er schreibt dieses Buch auch, um der Tendenz, den Katechismus nur auswendig zu lernen „wie die Pappegey“ entgegen zu wirken und die Kinder zu einem tieferen Verständnis anzuleiten. Er möchte so mit einer Hand auf Christus den Heiland zeigen und mit der anderen auf die „fürnembste Irrthume/ Verfürer vnd Wölfe dieser Zeit/ welches in vielen andern Catechismis nicht geschicht.“, A 5r. Die Unterweisung ist literarisch als Dialog zwischen einem Vater und seinem Sohn gestaltet. Bei der positiven Darlegung des christlichen Glaubens geht Flacius in drei Hauptschritten vor: „was man halten vnd gleuben sol von dem gerechten Gott/ von dem vngerechten Menschen/ vnd von dem Mitler zwischen dem gerechten Gott vnd dem vngerechten Menschen /welcher ist Jesus Christus.“ Daran schließt sich die Unterweisung im Bösen an, das es zu meiden gelte. Es werden der Antichrist, die Adiaphoristen und die Sakramentierer behandelt.

Zitierhinweis

Flacius, Unterweisung der Jugend, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ddd6e4e1-f27d-47f1-9fa3-6bfd1f08c51a>. (Zugriff am 27.11.2021)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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