Bibliographie/Quellen

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Saccus, brevis summa doctrinae (VD16: S 1159)

Saccus, Siegfried (auf Titel)

BREVIS SVM=
MA DOCTRINAE, DE
IVSTIFICATIONE, DE
ordine, causis & effectibus, de par=
ticula exclusiua, & de operi=
bus, vbi excludenda
vel non exclu=
denda sint.
Siegfridus Saccus.
Esaiae 42.
Gloriam meam alteri non dabo.
Ex Officina Typographica Vvolffgangi Kirch=
neri, Magdeburgi Anno 1567.
6. Octobris, qui est dies
FIDEI.

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (auf Titel)
Drucker
Kirchner, Timotheus (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1567 (auf Titel)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt
Umfang und Format
7 Blatt 4°
VD 16-Nummer
S 1159
Bestandsnachweis HAB
H 179 (11).4° Helmst.
Weitere Exemplare
420.6 Theol. (7); 206.6 Theol. (11)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
Mit diesem Druck versucht der 1567 erster Magdeburger Domprediger gewordene Siegfried Saccus eine Mittelposition im majoristischen Streit einzunehmen, um den Streit so zu einem Ende führen zu können. Er tut dies in 11 Thesen. Danach schenkt Gott, der ewige Vater, das ewige Leben aus seiner Barmherzigkeit heraus umsonst und ohne jede Beteiligung menschlicher Werke. Jesus Christus, der Sohn Gottes, habe durch seinen Tod die Gnade Gottes für die Menschen verdient. Der Heilige Geist biete durch den Dienst am Wort und den Sakramenten die Gnade Gottes und das Verdienst Christi nicht aufgrund der menschlichen Würde oder menschlicher Werke an, sondern den Unwürdigen. Der Glaube ergreife die Barmherzigkeit Gottes und das Verdienst Christi. Er glaube der göttlichen Verheißung und stütze sich nicht auf eigene Werke, sondern allein auf die Gnade Gottes und den Verdienst Christi. Nicht durch Handeln, sondern durch Glauben nehme der Mensch die Verheißung an. Aus diesem Grund ist für Saccus das reformatorische sola fide die adäquate Zusammenfassung der Rechtfertigungslehre. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten folge dem Glauben wie die guten Früchte aus einem guten Baum herauswachsen. Die guten Werke sind demnach zu verstehen als Folge und nicht als Grund der Rechtfertigung. Die Liebe bezeuge, dass der Glaube ein wahrer und kein falscher, ein lebendiger und kein toter Glaube ist. Die Glaubenden begännen mit dem neuen Gehorsam, der zwar niemals perfekt werde, aber Gott um Christi willen gefalle. Wo die Liebe und der neue Gehorsam dem Glauben nicht folgten, sei der Glaube nicht wahrhaftig, sondern falsch und geheuchelt, wie ein schlechter Baum, dem die Früchte fehlen.

Zitierhinweis

Saccus, brevis summa doctrinae, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/f8e5bf41-b535-4c50-a6d9-35b06785ba2f>. (Zugriff am 06.06.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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