Bibliographie/Quellen

Zur Übersicht

2065 Quellen in dieser Liste. Sie sehen die Quelle 2057.

Andreae, Repetitio doctrinae Lutheri de persona Christi et de coena domini (VD16: A 2689)

Andreae, Jakob (auf Titel)

REPETITIO
SANAE DOCTRINAE
REVERENDISSIMI IN
CHRISTO PATRIS, DN.
D. MARTINI LVTHERI,
DE PERSONA CHRISTI.
&
DE COENA DOMINICA.
In Academia VVitembergensi proposita.
DE QVA, DIVINO FAVENTE
NVMINE PRAESIDE D. IACOBO ANDREAE,
suam Confessionem edituri sunt ad diem
XVII. Octob. & sequentes,
Anno Christi 1580.
Pro licentia in Theologia consequenda,
M. Johannes Schutz Academiae Cancellarius.
M. Martinus Heinricus Theol. Professor.
VVITEBERGAE
Excudebat Matthaeus VVelack.
ANNO M. D. LXXX.

Promovend:
Schütz, Johannes I (auf Titel) ; Heinrich, Martin (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Wittenberg (auf Titel)
Drucker
Welack, Matthäus (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1580 (auf Titel)
Umfang und Format
44 Blatt 4°
VD 16-Nummer
A 2689
Bestandsnachweis HAB
231.53 Theol. (4)
Weitere Exemplare
H 179.4º Helmst. (13)
Digitalisat
Verknüpfung zu Volltextdigitalisat - Externes Angebot

Vorwort

Autor
Andreae, Jakob (erschlossen)

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Abendmahlslehre und Christologie
Kommentar
Mie diesem Druck möchte Andreae die mit der Konkordienformel erreichte Lehreinheit der studierenden Jugend vorstellen und sie gegen die jesuitischen und calvinistischen Irrlehren verteidigen. Er holt dabei zunächst zu einem kurzen historischen Exkurs aus. Zu Lebzeiten Luthers habe Eintracht unter den reformatorischen Kirchen geherrscht. Nach seinem Tod sei es jedoch zu Lehrveränderungen und gefährlichen Disputationen vor allem in Kursachsen gekommen. Der schädlichste Streit sei der über die Person Christi und das Abendmahl gewesen. Die Gegner hätten dabei in verschlagener Weise behauptet, noch die Position Luthers zu vertreten, während sie zeitgleich damit begonnen hätten, seine Christologie zu zerstören. Doch hätten sie sich nicht - gemeint ist die Wittenberger theologische Fakultät der Jahre 1567-1574 - gegen Luther direkt gewandt, da dessen Autorität für einen direkten Angriff zu groß gewesen sei, sondern gegen seinen Schüler Johannes Brenz. Ihre Kernthese habe darin bestanden, dass der Leib Christi nicht zugleich an mehreren Orten zugleich gegenwärtig sein könne, ohne damit seine wahre menschliche Natur zu verlieren. Damit aber hätten sie sich einig gezeigt mit der calvinistischen Position von der Abwesenheit der menschlichen Natur Christi vom irdischen Abendmahl. Um ihrer Lehre mehr Gewicht zu verleihen, hätten sie behauptet, dass alle, die die Christologie und Abendmahlslehre Luthers verträten, damit alle altkirchlichen Irrlehren wiederholten. Sie hätten sich mit den Jesuiten, den offenen Feinden der Wahrheit verbündet, um ihre Christologie auf breitere Schultern stellen zu können. Die Ingolstadter Disputation gegen Andreae (S 8285) sei in Wittenberg noch einmal herausgegeben worden, versehen mit einem Nachwort, in dem die Übereinstimmung mit den Jesuiten in der Frage der Christologie vertreten worden sei (D 2054). Damit aber sei auch ihr Landesherr, Kurfürst August von Sachsen, in den Verdacht geraten, von der rechten Lehre abgewichten zu sein. Darum habe dieser das Konkordienprojekt ins Leben gerufen. Die Konkordienformel sei den Pastoren vorgelegt und Bedenkzeit gegeben worden, nach deren Ablauf sie dann diese Einigungsschrift unterschrieben hätten. Mit der Konkordienformel sei die jesuitische und calvinistische Christologie, die nicht dem Schriftzeugnis entspreche, aus den Territorien der Unterzeichnerfürsten verbannt worden. Diese Disputation soll der Unterrichtung der Jugend in der Christologie und Abendmahlslehre Luthers dienen und ihnen die Argumente für die empfangene Majestät der menschlichen Natur Christi an die Hand geben für eventuelle Disputationen mit den jesutischen und calvinistischen Gegnern. Der Druck enthält 300 Thesen zur Christologie und 185 Thesen zur Abendmahlslehre.

Zitierhinweis

Andreae, Repetitio doctrinae Lutheri de persona Christi et de coena domini, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/cc11bc71-b67a-4b6b-bd60-723dd1bf1e2d>. (Zugriff am 11.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

Zur Übersicht