Bibliographie/Quellen

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Luther, Vom freien Willen und der Bekehrung des Menschen zu Gott (VD16: L 3509)

Luther, Martin (auf Titel)

Vom Freien Willen
vnd Bekerung des Menschen
zu Gott.
Warhafftige / besten=
dige / vnd in Gottes wort wolgegründte
Lehr vnd meinung / des tewren vnd Seligen
Mannes D. MARTINI LVTHERI.
Sampt seiner antwort auff etliche Sprüche der heiligen
Schrifft / Autoritet der Väter / vnd anderen Einreden vnd
gegenwürffe / so die Schutzherrn des nichtigen Freien
willens pflegen zu gebrauchen. Aus allen seinen
büchern vnd schrifften trewlich vnd vleissig
zu samen gegezogen vnd in richtige
ordnung vnd vnterschiedene
Capita verfasset.
Durch
GEORGIVM AVTVMNVM.
Psalm CXVI.
Ich gleube / darumb rede ich etc.
Gedruckt zu Eissleben durch
Andream Petri.

Herausgeber:
Autumnus, Georg (auch Herbst) (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Eisleben (auf Titel)
Drucker
Petri, Andreas (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1565 (aus Text oder Kolophon)
Umfang und Format
258 Blatt 4°
VD 16-Nummer
L 3509
Bestandsnachweis HAB
G 91.4° Helmst.
Weitere Exemplare
G 117.4º Helmst. (1); H 132.4º Helmst. (3); Yv 139.8º Helmst. (1); 471.1 Theol. (4); Alv.: Dn 253
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
Mit diesem umfangreichen Druck gibt der Chemnitzer Diakon Georg Autumnus Einschlägiges zur Frage nach dem freien menschlichen Willen aus dem Werk Martin Luthers heraus. In der Widmung vertritt er die Position, dass der freie Wille in geistlichen Angelegenheiten tot und nichtig sei und darum die Bekehrung des Menschen alleiniges Werk Gottes sei. Je mehr der freie Wille behauptet werde, umso mehr müsse die Erbsünde verkleinert werden. Darum leugneten auch die Vertreter des freien Willens die Verderbnis des ganzen menschlichen Wesens, der Natur und aller Kräfte. Die Erbsündenfrage hänge so unmittelbar und unlöslich mit der Frage nach dem freien Willen zusammen. Werde so die Erbsünde verkleinert, so folge daraus mit Notwendigkeit auch eine Schmälerung des Verdienstes Christi. Die Lehre vom freien Willen zerstöre überdies die Rechtfertigungslehre: Wirke der Mensch in seiner Bekehrung mit, so sei er nicht mehr mere passive und die Alleinwirksamkeit Gottes in der Rechtfertigung müsse geleugnet werden. Werde einem Christen beigebracht, dass er mit seinem freien Willen in der Bekehrung mitwirke, so werde dieser stolz. Wisse er hingegen, dass er gar nichts zu seiner Rechtfertigung beitragen könne, so werde er demütig und freue sich allein der Gnade Gottes. Darum sei die Lehre vom freien Willen auch den Gemeindechristen nötig, zumal den Kindern in der Unterweisung. Darum betone Luther in der Erklärung zum dritten Glaubensartikel auch die Alleinwirksamkeit Gottes in der menschlichen Bekehrung und schließe damit jede menschliche Synergie oder eine facultas applicandi sese ad gratiam aus. Autumnus hat die einschlägigen Stellen aus Luthers Werk zusammengestellt, um sich und andere in der richtigen Lehre vom unfreien Willen zu stärken.

Zitierhinweis

Luther, Vom freien Willen und der Bekehrung des Menschen zu Gott, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/cad263f8-ce5d-4ab3-ac37-5b89a4144d0f>. (Zugriff am 13.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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