Bibliographie/Quellen

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Eine Vermahnung und ein Gebet gegen den Papst und seinen Anhang (VD16: A 2403)

Amsdorf (Amsdorff), Nikolaus (auf Titel)

Eine vermanung vnd
Gebet / wider den Bapst vnd seinen
Anhang.
Niclas von Amsdorff.

Druck

Erscheinungsort
Jena (erschlossen)
Drucker
Rebart, Thomas (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1562 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelseite
Umfang und Format
3 Bl. 4°
VD 16-Nummer
A 2403
Bestandsnachweis HAB
C 232 a (4). 4° Helmst.

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Antikatholisch, Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Amsdorf adressiert seine Schrift an alle frommen Christen, besonders die Kriegsleute. Er beklagt, nun sei die Zeit da, daß Gott die Menschen durch Gog und Magog wegen ihrer Sünden und Undankbarkeit strafen wolle. Er fange an, durch den Papst und seine Anhänger christliche Herrscher und CA-verwandte Stände allein deshalb militärisch anzugreifen, weil sie Gottes reine Lehre angenommen haben und unverfälscht predigen lassen. Damit gebe er zu verstehen [der Fügungsbruch steht im Text!], was er im Sinne habe, nämlich Gottes Wort nicht nur bei diesen Herrschern, sondern auch bei den Deutschen zu unterdrücken, um seine große Pracht zu erhalten und seine Ketzereien, Zeremonien und falschen Gottesdienste zu verteidigen. Deshalb ermahne Amsdorf alle [gemeint sind die in der Überschrift genannten Kriegsleute], nicht gegen die die CA-Verwandten zu dienen, denn wer gegen die obengenannte Stände kämpfe, kämpfe gegen Christus, Gottes Wort und den Hl. Geist und diene dem Teufel und helfe, die Ketzereien des Papstes zu schützen. Die Angesprochenen wüssten wie die Papisten selbst, daß die christlichen Herrscher und Stände keine Ketzer sein, sondern nach Gottes Wort lehrten und es nicht mit menschlichen Glossen wie die Papisten und Adiaphoristen verfälschten. Er empfiehlt ihnen Klugheit und Vorsicht, denn der Papst habe als der wahre Antichrist nichts anderes im Sinn, als das Reich Christi zu zerstören, was seine Händel in den vorausgegangenen Kriegen bewiesen und sich jetzt mit der neuerlichen Rüstung zeigen würde. Alles sei dahin gerichtet, seine antichristliche Religion wie Opfermesse, Anrufung der Heiligen und der Seelen im Fegefeuer, wieder aufzurichten und das Evangelium auszurotten. Und dazu helfen alle, die dem Papst dienen wider die christlichen Herrscher und Stände. Sie dienten dem Antichrist. Danach müssten sie sich richten, um nicht tiefer in Gottes Zorn zu fallen. Denn die Zeit des Gerichts über den Römischen Stuhl sei gekommen, deshalb müsse man sich vorsehen, nicht mit ihm in den feurigen Pfuhl geworfen zu werden. Gott könne und wolle der Lästerung nicht länger zusehen und die Unterdrückung des Evangeliums nicht länger dulden. Darum müßten Gog und Magog, also Papst und Anhang, wie von Ezechiel vorhergesagt, erschlagen werden "Gott geb das es bald geschehe". Es folgt ein Gebet mit Sündenbekenntnis und Bitte um Gnade, Erhaltung im Wort und Abwehr des Papstes. Gott möge die Unterdrückung des Evangeliums abwehren, den Kirchen mit frommen Predigern und Lehrern aufhelfen und den frommen Herrschern gottesfürchtige Räte geben.

Zitierhinweis

Eine Vermahnung und ein Gebet gegen den Papst und seinen Anhang, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/b24a45b2-d842-4c76-9bab-ebef447a6b1e>. (Zugriff am 13.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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