Bibliographie/Quellen

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EtlicheSchriften und Akten des Victorin Strigel (VD16: R 655)

Strigel, Victorinus (aus Text oder Kolophon) , Köhler, Matthias (aus Text oder Kolophon)

Etzliche Schrifften
vnd Acten /
Daraus man sehen kan / wie der Acht=
bar vnd Wolgelarte Herr Magister VICTO=
RINVS STRIGELIVS wider in seine
Profession vnd Ampt / in der löblichen Vniuersi=
tet IHENA, von der Herrschafft daselbst /
ist restituirt worden / Vnd was er für
lectiones zu lesen angefangen / aus
dem Latein verdeutschet /
durch /
M. Stephanum Reichen.
ANNO,
M. D. LXII.

Übersetzer:
Reich, Stephan (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Wittenberg (unsicher)
Erscheinungsjahr
1562 (auf Titel)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt Die Veranstaltungsankündigung Strigels erschien auch als separater Einblattdruck; vgl. HAB 95.10 Quod. 2º (189); die Rede Strigels von der Herrlichkeit der Kirche erschien als lateinischer Druck in S 9632 bzw. ZV 14756
Umfang und Format
22 Bl. 4°
VD 16-Nummer
R 655
Bestandsnachweis HAB
280.11 Theol. (12)
Weitere Exemplare
YK 1.4º Helmst. (19); 329.6 Theol. (36); Ts 408 (10)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Müller, Christian d. Ä. (aus Text oder Kolophon)
Datum
29.9.1562
Umfang
A 2r-v

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
In seiner Widmung an einen befreundeten Jenaer Bürger schreibt der Übersetzer, der Fall Strigels gebe ein Beispiel für die vergeblichen und vergänglichen Bemühungen des Teufels, der zu Nachteil der Jugend Strigel [sc. an der Lehre] gehindert habe, aber Gott habe dies geändert. Um diese Änderung auch anderen Christen bekannt zu machen, habe er etliche lateinische Schriften übersetzt, aus denen die Vorgänge deutlich würden. Er wisse, daß sich Müller als Schüler Strigels über diese Entwicklung freue und habe ihm deshalb seine Übersetzung gewidmet. -- Die Schrift enthält drei Dokumente: Eine Erklärung des Jenaer Rektors, des Juristen Matthias Kohler, vom 24.5.1562; Eine Ankündigung Strigels an seine Studenten, welche Veranstaltungen er in Zukunft anbieten wolle, und eine Oration Strigels von der Herrlichkeit der christlichen Kirchen anläßlich seiner Wiederberufung im Mai 1562. Während Kohler auf die vorangegangenen Ereignisse in allgemeinen Worten Bezug nimmt -- die Schule ist aus Trübsal durch den Zwiespalt etlicher Personen gerettet worden, es habe sich viel Bosheit in Schmähschriften und unnötigen Schreiben geäußert, Rotten hätten diejenigen, die es nicht mit ihnen halten wollten, als verbannte zum Teufel gegeben, das giftige Schmähen des Lästerers Staphylus habe alles noch verstärkt, doch nun seien die Ursache der Spaltung behoben, die Gelehrten wieder vereinigt und der achtbare Mann Strigel restituiert worden, der am Donnerstag um neun wieder anfangen werde zu lesen -- bleibt die Ankündigung Strigels in Andeutungen über den Grimm und Haß des Teufels, ohne die Widersacher eindeutig oder gar namentlich zu benennen. Er verpflichtet sich auf seine ordentliche Berufung und seine Freiheit als kaiserlich privilegierter Professor, dankt den Fürsten für seine Restitution, kündigt eine Vorlesung über Melanchthons Loci an, bekennt sich zur CA als "der warhafftigen Catholischen Kirchen einhellige meinung" und stellt weiterhin Vorlesungen über Melanchthons Epitome Philosophiae Moralis und die Elementa doctrinae Physicae in Aussicht, die auch Studenten der Philosophie erreichen solle. In der umfangreichen Oratio von der Herrlichkeit der Christlichen Kirche finden sich allenfalls entfernte Anklänge an die vorangegangenen Streitigkeiten, aber ein Verweis auf den wenige Monate vorher verstorbenen Johann Stigel.

Zitierhinweis

EtlicheSchriften und Akten des Victorin Strigel, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/fda98cc7-1b90-4a8b-b6ef-cdc7e83f551a>. (Zugriff am 04.04.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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