Bibliographie/Quellen

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kurze Antwort des Flacius (VD16: F 1430)

Flacius, Matthias (aus Text oder Kolophon)

Eine kurtze Antwort
Jllyr. auff das lange Comment
D. Ge. von guten wercken.
D. Mar. Lu. in der auslegung der Episteln zun Gal.
Wenn mans im grunde vnd beim licht eben
besihet / so ists gewis / vnd findet sich also / das
solch lere(n) vnd treibe(n) auff die werck als NOTJG
zur seligkeit / mehr vnd grössern schade(n) thut / denn
keine menschliche vernunfft jmmermehr begreif=
fen oder verstehe(n) kan. Denn es wird nicht allein
das erkentnis der gnade(n) dadurch vertunckelt / son
der Christus nur allen seinen wolthaten wird da=
durch weg gerißen / vnd das gantze Euangelium
wie S. Paulus alhie zeuget / verkeret.

Gegner:
Major, Georg (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (erschlossen)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1553 (unsicher)
Umfang und Format
6 Bl. 4°
VD 16-Nummer
F 1430
Bestandsnachweis HAB
S 192.4° (10)
Weitere Exemplare
280.8 Theol. (2); Ef 104 (12)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
In diesem Druck setzt sich Flacius mit der These Georg Majors "Gute Werke sind nötig zur Seligkeit" und ihrer Verteidigung auseinander. Major hätte viele Bibelstellen angeführt, die belegen, dass ein Christ gute Werke tun muss und der Glaube nicht neben einem bösen Vorsatz bestehen könne. Doch diese Sprüche gehörten überhaupt nicht zur strittigen Frage, da Major die guten Werke als Ermöglichungsgrund der Seligkeit des Menschen lehre. Ein Mensch sei schlechterdings nicht in der Lage, gute Werke zu vollbringen, bevor er nicht gerechtfertigt und ein Kind Gottes sei. Erst die Werke des allein durch den Glauben Gerechtfertigten seien Gott angenehm. Majors Behauptung, dass die Rechtfertigung allein durch den Glauben stattfinde und erst danach die guten Werke folgen sollen, stehe in Widerspruch zu seinen Erläuterungen, dass es unmöglich sei, ohne gute Werke selig zu werden, mache er doch damit die guten Werke zum Ermöglichungsgrund der Rechtfertigung des Menschen. Auf ein Zitat aus M 1996 antwortet Flacius mit der Folgerung, dass kleine Kinder und Menschen, die sich kurz vor ihrem Tod bekehrten, nicht selig werden könnten, sollte Major Recht haben. Die Bibel identifiziere die Seligkeit des Menschen mit der Vergebung der Sünden. Darum sei es unmöglich, den Rechtfertigungsvorgang und die Seligkeit zeitlich voneinander zu trennen. Mit der Theologie Majors sei es schlechterdings unmöglich, Menschen in ihrer Sterbestunde zu trösten.

Zitierhinweis

kurze Antwort des Flacius, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/e786b820-1f52-431a-acc3-566f36c1d351>. (Zugriff am 08.04.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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