Bibliographie/Quellen

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Propositiones de quibus disputabit von Eitzen (VD16: E 925)

Melanchthon, Philipp (erschlossen)

PROPOSI=
TIONES DE QVIBVS
disputabit Magister Paulus de
Eizen Hamburgensis, Super=
intendens Ecclesiae Dei in
inclyta urbe Saxoniae
Hamburga.
VVITEBERGAE.
Anno 1556.
Die Maij 18.

Promovend:
Eitzen, Paul von (auf Titel)
Gegner:
Osiander, Andreas (aus Text oder Kolophon) ; Schwenckfeld von Ossig, Caspar (aus Text oder Kolophon)

Druck

Erscheinungsort
Wittenberg (auf Titel)
Drucker
Kreutzer, Veit (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1556 (auf Titel)
Umfang und Format
16 Bl. 8°
VD 16-Nummer
E 925
Bestandsnachweis HAB
--
Weitere Exemplare
JALB Emden, Theol. 8° 0265H
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Allgemeiner Druck, Osiandrischer Streit
Kommentar
Promotionsthesen Paul von Eitzens, verfaßt von Melanchthon. In der Erörterung der Frage, worin die wahre Kirche bestehe, werden unter anderem päpstliche Zeremonien und die Anrufung der Heiligen (Thesen 14ff), die katholische Rechtfertigungslehre (23-25), aber auch die Lehre Osianders zurückgewiesen (26-28). Gewarnt wird vor dem Furor Antinomorum (31). Dagegen wird die wahre Rechtfertigung und die Nova obedientia gestellt (32-34), die in der papistischen Kirche vielfältig korrumpiert sei (35). Zurückgewiesen wird die Lehre Schwenckfelds von der Selbstmitteilung Gottes "sine medio, sine voce ministerij, sine cogitatione scriptae" (39). Paulus sei mit seiner Betonung des Vertrauens in die lectio evangelii und ihrer Wirksamkeit schon im Vorgriff Schwenckfeld und den Enthusiasten entgegengetreten. (42-45). Großes Chaos sei auch in der Lehre der Papisten von den menschlichen Traditionen und den opera non mandata (46f). Der Cynicus Austriacus (?) belebe den Unsinn von der perfectio wieder (48). Dagegen wird gestellt, daß es die perfecta obedientia im Menschen nicht gebe, aber im ewigen Leben geben werde (49). Thesen 50ff behandeln die Sakramente und die Opfer. Die Sakramente seien Zeichen der Verheißung Gottes, von Gott eingezetzte Riten und Pfänder. Opfer seien von Gott befohlene Werke. Die Einteilung Osianders in drei Arten der Opfer wird zugunsten einer zweigliedrigen zurückgewiesen (53). Aus der Opferlehre gehe die offensichtliche Impietas der Papisten hervor, die aus der Messe ein Opfer machen wollten, das die Vergebung der Sünden verdiene. Wenn es aber so viel Götzenverehrung und Irrtümer bei den Papisten gebe, sei klar, daß sie nicht die wahre Kirche seien, wie es Pole, Hosius, Tapper, Canisius, Staphylus und andere betrügerisch behaupteten. (58)

Zitierhinweis

Propositiones de quibus disputabit von Eitzen, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ae96dd33-1806-43c6-9ba3-42aeffd4ef62>. (Zugriff am 04.04.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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