Bibliographie/Quellen

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Auslegung des Galaterbriefs in 20 Predigten durch Georg Maior (VD16: M 1999)

Major, Georg (auf Titel)

Auslegung
Der Epistel S. Pauli an
die Galater in 20. Predigt verfas=
set / in welcher der furnemeste Artickel vn=
sers glaubens / wo durch der Mensch ge=
recht vnd selig werde / gehandelt wird.
Durch D. Georg. Maior.
Wittemberg.
Gedruckt durch Hans Lufft.
1558.

Druck

Erscheinungsort
Wittenberg (auf Titel)
Drucker
Lufft, Hans (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1558 (auf Titel)
Kommentar Druck
Druckermarke des Hans Lufft
Umfang und Format
519 Bl. 8°
VD 16-Nummer
M 1999
Bestandsnachweis HAB
919. 21 Theol.
Weitere Exemplare
C 466a. 8° Helmst.
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
In seiner Widmungsvorrede an die dänische Königin Dorothea beklagt Major den beständigen Streit in der Kirche, der aus der Verderbtheit der menschlichen Natur rühre und viele Artikel der Lehre betreffe, weil der Satan unruhige Leute treibe, die göttlichen Sachen mit Vernunft erklären zu wollen. Daraus entstünden Spaltungen, was auch die Erfahrung der Gegenwart sei. Zu allen Zeiten sei nicht der geringste Streit um die sündige Natur und die Reinigung von den Sünden gegangen. Davon zeugen die Schriften der Apostel und besonders die Briefe von Paulus an Röner und Galater, in denen man das Werk der falschen Apostel genau sehe, die lehrten, daß Vergebung der Sünden und ewiges Leben durch menschliche Verdienste und Werke erworben würden. Sie behaupteten, das Werk des Gesetzes sei Ursache und Verdienst der Vergebung. Gegen diesen falschen Traum habe Paulus besonders im Brief an die Galater heftig gestritten. Weil die Natur so verderbt sei, sei ihr vollkommener Gehorsam und Erfüllung des Gesetzes unmöglich, deshalb bliebe sie ewig im Zorn Gottes, wenn er nicht die Vergebung "auff andere weise geordnet" hätte. Zudem seien die Gesetze von Beschneidung und Zeremonien und andere bürgerliche Ordnungen nicht als Verdienst geordnet, sondern zum Regiment und Policey des Volkes Israel auf eine gewisse Zeit gegeben. Auch die ewigen Zehn Gebote seien kein Verdienst sein, sondern Zeugnis der Verderbtheit der menschlichen Natur und des Zorns Gottes. Gott habe dagegen seinen Sohn als Mittler und Erlöser ohne menschliches Verdienst eingesetzt. Also lehre Paulus Vergebung der Sünden allein durch Glauben. Dieses sei das Hauptstück des Briefes an die Galater: Gerechtigkeit, Verdienst und Gehorsam Christi empfangen alle Menschen allein durch Glauben ohne alle eigene Gerechtigkeit. Da aber der Streit darum "fur vnd fur bis auff diese vnsere Zeit geweret hat / vnd noch weret / vnd teglich mit wunderbarlicher list noch gestritten wird" und "dieser Jüdischer vnd Papistischer erschrecklicher jrthum in keinem wege in der Kirchen Gottes zu dulden noch zu leiden / das der Mensch durch seiner eigen werck / verdienst vnd wirdigkeit / gerecht vnd selig werde", sei dieser Irrtum aufs höchste zu verdammen. Damit der Artikel rein und unverfälscht erhalten bleibe, hab er die Auslegung des Briefes, wie er sie vor 16 Jahren gepredigt habe, in 20 Predigten gefasst und gedruckt, "vnd den armen Dorfpfarrherrn vnd Hausvetern / wie ich von vielen nu lange zeit zum öfftern mal darumb gebeten / zu dienst vnd Christlicher vnterrichtung vnd trost im Druck lassen ausgehen / das auch also alle Welt sehe / was meine Lere von diesem Artickel allzeit gewesen / auch noch sey / vnd mit Gottes hülffe / die zeit meines lebens bleiben vnd sein soll." Er widme die Schrift der Königin und ihrem Mann, weil überall in Deutschland zu hören sei, wie sehr sie sich um die Ausbreitung der christlichen Lehre in ihrem Königreich bemühe.

Zitierhinweis

Auslegung des Galaterbriefs in 20 Predigten durch Georg Maior, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/d1f64742-75f5-4d7d-addc-cb951eda4196>. (Zugriff am 07.04.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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