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Sententia ministrorum Christi (VD16: S 5883)

Prediger in Lübeck, Hamburg, Lüneburg und Magdeburg, (auf Titel)

SENTENTIA
MINISTRORVM CHRISTI IN
Ecclesia Lubecensi, Hamburgensi, Luneburgen=
si & Magdeburgensi, de corruptelis doctri=
nae iustificationis, quibus D. Georg.
Maior adferit,
Bona opera esse necessaria ad salutem.
Neminem unquam saluatum esse sine
bonis operibus.
Impossibile esse quenquam sine bonis
operibus saluari.
Acto. 15.
Et quidam, qui descenderant a Iudea, docebant fratres,
nisi circumcidamini secundum morem Mosi, non potestis
esse salui.
Sententia definitiua concilij Apostolici de
sola fide saluante.
Quid tentatis Deum, ut imponatur iugum super cer=
uices Apostolorum, quod neque nos, neque patres nostri portare
potuimus, sed per gratiam Domini nostri Iesu Christi credi=
mus nos saluos futuros, quemadmodum & illi?
Lutherus super Gala.
Pseudoapostoli docuerunt praeter fidem in Christum
opera legis diuinae neccessaria esse ad salutem.

Gegner:
Major, Georg (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Lotter, Michael (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1553 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
Beim Eisenacher Verhör von Menius berief sich dieser nach seinem eigenen Bericht auf die Schrift der Hamburger, woraufhin Amsdorf deren Existenz geleugnet haben soll.
Umfang und Format
34 Bl. 4°
VD 16-Nummer
S 5883
Bestandsnachweis HAB
280.8 Theol. (5)
Weitere Exemplare
Li Sammelbd 19 (30); Ts 408 (17); 471.1 Theol. (1); S 224.4º Helmst. (1); Alv.: Ef 104 (15)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Prediger in Lübeck, Hamburg, Lüneburg (aus Text oder Kolophon)
Datum
19.3.1553
Umfang
B 1r - C 1v

Vorwort

Autor
Flacius, Matthias (aus Text oder Kolophon) ; Gallus, Nikolaus (eigentlich Hahn) (aus Text oder Kolophon)

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
Stellungnahmen der Prediger der wendischen Hansestädte zu einigen Sätzen aus Majors "Sermon von Pauli Bekehrung" (VD 26: M 2186), von den Magdeburgern angefordert und mit einer Vorrede des Flacius und Gallus und einer Widmung an ebendiese Prediger veröffentlicht. Seit dem Tode Luthers, so Flacius und Gallus in ihrer Vorrede, herrsche ein Streit unter den Protestanten, wie man sich gegenüber den Forderungen der Altgläubigen verhalten solle. Sie beanspruchen für sich, mit der vollständigen Ablehnung des Interims dem Antichristen konsequent widerstanden zu haben. Allerdings seien neue Bedrohungen der evangelischen Lehre nachgewachsen, so auch Majors Lehre von der Notwendigkeit der guten Werke zum Heil, für die dieser sich zu Unrecht auf Luther berufen habe. Die letzten Zeiten seien angebrochen und man solle gegenüber Major und allen anderen, die einen Kompromiss mit dem Teufel versuchen wollten, unverbrüchlich am Erbe Luthers festhalten. Man wünsche sich von den hansischen Theologen nicht nur eine Stellungnahme zu den einfachen, pointierten Sätze Majors und den aktuellen Fragen, sondern auch eine allgemeine Bußpredigt die auch Auswege aufzeige. In ihrem Gutachten argumentieren die hansischen Theologen, Majors Lehre konterkariere das evangelische „sola fide“, vermische Gesetz und Evangelium und füge eine Bedingung in die doctrina fidei ein. So mache sie das Heil unsicher und die Verheißung zweifelhaft. Der Glaube allein beginne, vollende und bewahre das Heil. Gesetz und Werke trügen nichts dazu bei. Ausgiebig widmen sich die Autoren der Klarstellung, dass sie nicht gute Werke insgesamt ablehnten, sondern nur die Vorstellung, diese hätten einen verdienstvollen Charakter und dienten der Rechtfertigung des Menschen vor Gott. Sie folgten vielmehr dem Glauben, nicht gezwungen, sondern "sponte", wie ein Baum Früchte trägt. An dieser Stelle bieten die hansischen Theologen eine Unterscheidung zwischen iustitia politica und iustitia coelestis. Es folgen ein Brief der Hamburger Pastoren an Flacius und Gallus über die Kontroverse mit Major vom 28.3.1553, mit umfangreicher Unterschriftenliste (darunter Westphal, von Eitzen, Boetker und Magdeburgius) und einer separaten Erklärung von Aepin zu dessen Rechtfertigungslehre, Briefe der Lübecker und der Magdeburger Prediger, die ganz vergleichbar dem Gutachten argumentieren, wobei die Magdeburger einen wesentlich schärferen Ton anschlagen. Unterschrieben ist ihr Brief von Gallus, Sebastian Werne, Albertus Christianus und anderen, nicht aber von Flacius oder Amsdorf.

Zitierhinweis

Sententia ministrorum Christi, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/db78ca84-b15c-4188-847d-a028eb813686>. (Zugriff am 08.04.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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