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Evidens Probatio quod omnes, qui scripta contra Interim et adiaphora ... persequuntur ... sint vere Christi filii Dei persequutores <dt.> (VD16: F 1425)

Flacius, Matthias (auf Titel)

Klerliche bewei=
sung / das alle die jenige /
welche die schrifften so widder das
INTERIM vnd Mittelding feil zuhaben vn(d)
zu lesen verbieten. Item / die zu dieser zeit / die
von Magdeburg (auff waserley weise solchs ge=
schehen mag) verfolgen oder verfolgen helffen /
Christum den Son Gottes warhafftiglich selbs
verfolgen. Geschrieben zur warnung an al=
le Christen / auff das sie sich für dieser
grawsamen / Teuflischen wüte=
rey fleissig hüten.
Durch Matthiam Flacium
Illyricum.
Philipp. 1.
Denn euch ist gegeben nicht allein zugleuben
an Christu(m) / sonder auch zuleiden vmb seiner wil=
len. Nu aber singt man viel anders / nemlich / euch
ist gegeben / das jhr nicht allein nicht leidet vmb
Christus willen / sondern auch das jhr die Chri=
sten verfolgen möget. Aber an jenem tage wird
es abermals anders klingen.

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1550 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
Ex. 394.56 Quod. (12) mit identischem Satz mit Ausnahme des fehlenden "so" in der dritten Zeile
Umfang und Format
8 Bl. 8°
VD 16-Nummer
F 1425
Bestandsnachweis HAB
Yv 2522.8º Helmst. (2)
Weitere Exemplare
751.5 Theol. (12); 394.56 Quod. (12)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Diese Schrift stellt eine Warnschrift an alle Verfolger der Interimsgegner dar. Flacius identifiziert die Verfolgung der unschuldigen Christen mit einer Verfolgung Christi und Gottes selber. Er habe in vielen Schriften gegen die Adiaphoristen Stellung bezogen und habe sie nicht geschont, seien sie doch darum bemüht, neue Lehren und Zeremonien des Antichrists in die Kirche Christi einzuführen. Wer nun versuche, die Lektüre der Schriften gegen das Interim aufzuhalten und zu verhindern, der wende sich gegen den Herrn der Kirche selbst. Die Belagerung und der Krieg gegen die Stadt Magdeburg (Oktober 1550-November 1551) sei zu kennzeichnen als ein Krieg gegen Christus selbst, da er nur darum geführt werde, weil die Stadt nicht bereit gewesen sei, ihre christliche Religion aufzugeben und wieder zum Papsttum zurückzukehren. Alle Unterstützer der Magdeburg belagernden Truppen seien so zum Teufel abgefallen und würden auf ewig in der Hölle schmoren. Auch ein Laie, der in den kursächsischen Truppen mitkämpft, könne sich nun nicht mehr auf sein mangelndes Urteilsvermögen, welche Religion die richtige sei, berufen, da bereits viele Schriften in deutscher Sprache erschienen sind, die klar beweisen, dass die Interimisten und Adiaphoristen von der rechten Lehre abgefallen sind. Flacius beendet seine Schrift mit einem heftigen Bußruf an das ganze deutsche Volk.

Zitierhinweis

Evidens Probatio quod omnes, qui scripta contra Interim et adiaphora ... persequuntur ... sint vere Christi filii Dei persequutores <dt.>, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/e2c42ffa-da9f-4700-9398-f0e48422e93b>. (Zugriff am 28.11.2021)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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