Bibliographie/Quellen

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Epistola Luciferi ad spirituales, dt. (VD16: E 1702)

Nicolaus, Oresmius (auf Titel)

Lucifers Sendbrief /
an die vermeinten Geistlichen / vor
140. Jaren geschrieben / Durch Nicola=
um Oren.
Verdeudscht.
Mit einer Vorrede / M. Flacij Illyrici.
Roma. 1.
Darumb hat sie Gott dahin gegeben inn jhrer her=
tzen lüste / inn vnreinigkeit / zu schenden / jhre eigene leibe an
sich selbs / die Gottes warheit habe(n) verwandelt die in lü=
gen / vnd haben geehret vnd gedienet dem Geschepff mehr
den(n) dem Schepffer / der da gelobet ist in Ewigkeit.
Darumb hat sie auch Gott dahin gegeben
in schendliche lüste.
M. D. L.

Herausgeber:
Flacius, Matthias (aus Text oder Kolophon)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1550 (auf Titel)
Umfang und Format
18 Bl. 8°
VD 16-Nummer
E 1702
Bestandsnachweis HAB
G 672.4° Helmst. (18)
Weitere Exemplare
Yv 87.8º Helmst.; H 112.4º Helmst. (9); Yv 91.8º Helmst.; 108.15 Quod. (14); 231.161 Theol. (7)
Digitalisat
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Vorwort

Autor
Flacius, Matthias (auf Titel)

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Mit diesem Druck ediert Flacius Illyricus die Epistola Luciferi, verfasst von Nikolaus von Oresme und dem Gegenpapst JOHANNES XXIII. in Avignon am 5. April 1410 überreicht, die er in Manuskriptform im Magdeburger Franziskanerkloster gefunden hatte. Er versieht die Druckfassung dieses kirchenkritischen Textes aus dem Mittelalter mit einem Vorwort, in dem er heftige Kritik am Lebenswandel und der Lehrverfälschung der altgläubigen Kirche übt. Unfassbar sei es, dass die Adiaphoristen auf evangelischer Seite sich nun der Herrschaft dieser abgöttischen Sekte unter Führung des Antichrists unterworfen haben. Die Edition der Epistola Luciferi verfolgt einen doppelten Zweck: Zum einen soll damit aufgezeigt werden, dass das Wirken des Antichrists schon seit langer Zeit in der Kirche vonstatten gehe, sich aber zu jeder Zeit aufrechte Christen gefunden hätten, die ihm widersprochen haben. Zeugnisse der mittelalterlichen Kirchenkritik werden so zu einem identitätsbildenden Element der lutherischen Konfessionskultur herangezogen, um eine Traditionslinie aufzuzeigen zur wahren Kirche Christi über die Jahrhunderte hinweg.

Zitierhinweis

Epistola Luciferi ad spirituales, dt., in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/e2387aa8-aa34-4659-bc86-9fbd4ec86b86>. (Zugriff am 27.11.2021)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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