Bibliographie/Quellen

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Epistola contionatorum Hamburgensis Ecclesiae (VD16: E 1672)

Hamburger Prediger (auf Titel)

EPISTOLA
CONCIONATORVM
Hamburgensis Ecclesiae, ad The=
ologos VVitenbergenses, in
qua de Adiaphoris diffe=
ritur, hoc tempore le=
ctu per utilis.
ITEM RESPONSIO
VVitenbergensium.
Haec aeditio priori melior est.
Gal: 1.
Si quis aliud Euangelium praedicaue-
rit, anathema sit.
1. Cor: 6.
Quae communio luci cum tenebris?
& quae coniunctio Christo
cum Belial?

Herausgeber:
Flacius, Matthias (unsicher)
Gegner:
Theologische Fakultät Wittenberg (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Lotter, Michael (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1549 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
"verbesserte Auflage": enthält Glossen von Flacius zur Antwort Melanchthons und einen zusätzlichen Text
Umfang und Format
24 Bl. 8°
VD 16-Nummer
E 1672
Bestandsnachweis HAB
G 303 8° Helmst. (9)
Weitere Exemplare
Yv 538 8° Helmst. (3); 1021.27 Theol. (13) 925.14 Theol. (3); S 251.8º Helmst. (2); 1040.6 Theol. (4); 1165.4 Theol. (9); 1173.1 Theol. (3)
Edition
Ediert in unserer Ausgabe Bd. 2, Nr. 2, S. 38-111.
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
enthält "Adresse" auf A 1v, Text ab A2r, Antwortschrift der Wittenberger ab C 2v, datiert 16.4.1549 sowie ab C 6r einen Text von Flacius: Brief und Antwort sind identisch mit DE REBVS || ADIAPHORIS EPI= || STOLA CONCIONATO- || rum Hamburgensium ad D. Phi- || lippum Melanthonem, & || responsio eiusdem. Die Antwort Melanchthons ist allerdings mit Glossen von Flacius kommentiert und um den Text "Quid sit ecclesiam deserere aut non desere" ergänzt. Die Hamburger Prediger bitten die Wittenbergr um eine Stellungnahme zur Frage nach den Adiaphora, die in diesen schweren Zeiten von klugen Männern nach dem göttlichen Wort und nicht von Hofräten beantwortet werden sollte. Die Wittenberger sollen die Grenzen der Adiaphora abstecken und klarmachen, daß sie ihre Position nicht geändert haben. Sowohl die totale Verweigerung jeder Veränderung als auch die völlige Wiedereinführung des Papsttums seien gefährlich. Im folgenden geben die Hamburger Prediger ihre Stellungnahme ab, indem sie zwischen freigelassenen und intolerablen Änderungen unterscheiden und die Konflikte der betroffenen Prediger aufzeigen. Die Anfrage gibt rhetorisch geschickt schon eine Argumentation vor, enthält sich dabei der Polemik gegen die Wittenberger; Agricola wird dagegen mehrfach negativ erwähnt und ein Satz aus der Stellungnahme der Brandenburg in Jüterbog zweimal ablehnend zitiert. Vor der Haltung, "alles zu halten, wie es die alten Väter getan haben", wird eindringlich als Wiedereinführung des Papsttums gewarnt. In seiner Antwort vom 16. April 1549 dankt Mel. für die Anfrage, bitte langjährige Weggefährten, nicht übereilt zu verurteilen und verweigert eine Stellungnahme zu den falschen polemischen Vorwürfen Anderer. Er habe seine Meinung zu diesen Fragen nicht geändert und wichtigeres zu tun, als sich über Adiaphora zu streiten. Es gehe nicht um offensichtliche Mißbräuche, sondern um Bräuche der alten Kirche. Von den Predigern des albertinischen Sachsen sei ursprünglich die Annahme des Interims verlangt worden, darauf habe man im Konsens von Adel, Bürgern und Theologen eine Zurückweisung verfaßt. Die neuen Artikel hätten Lehre und Liturgie nicht erwähnt, sondern nur einige Riten eingeführt und deren Annahme gefordert. Pastoren, die wegen Verweigerung ihre Gemeinden verlassen sollten, seien von denen zu bleiben gebeten worden. Was solle er diesen raten? Kompromißlose Ablehung würde die Truppen des Kaisers heraufbeschwären, und man wolle nicht wie in Schwaben die Gemeinden verlassen müssen. Deswegen halte man diese gemäßigte Antwort für nützlicher. Für die Hamburger als Zuschauer sei manches leichter, und sie sollten die Wittenberger nicht verurteilen, solange diese das Fundament nicht aufgäben. Man wolle keine gottlosen Zeremonien ertragen, aber auch nicht ohne schwerwiegende Gründe die Gemeinden verlassen.

Zitierhinweis

Epistola contionatorum Hamburgensis Ecclesiae, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/e6d78f13-39a3-4772-bd33-a1e25260e42c>. (Zugriff am 06.06.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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