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Apologia ad Scholam Vitebergensem in Adiaphorum causa (VD16: F 1264)

Flacius, Matthias

APOLO=
GIA MATTHIAE FLA=
cij Illyrici ad Scholam Viteber=
gensem in Adiaphoro=
rum causa.
Eiusdem Epistola de eadem mate=
ria ad Philip. Melantho.
Item quaedam alia eiusdem
generis.
EX HISCE SCRIPTIS PIE LECTOR,
praeter scriptoris innocentiam, cognosces totam Adiaphori-
cae controuersiae originem, & progessum, ac omnino omnes
causas istarum Adiaphoricarum fraudum, idque ex ipsorum au-
torum ore. Disces causam efficientem esse, partim impiorum
cupiditatem prodendi, ac crucigendi Christum, & liberandi
Romanum Barabbam, partem imbecillum dissidentiam, me-
tum & carnalem sapientiam. Causam materialem esse unio-
nem Christi, & Belial, lucis & tenebrarum, ouium & lupo-
rum, seruire duobus sibi mutuo inimicissimis Dominis, Chri-
sto & Antichristo ac impio mundi. Causam formalem esse
fucos ementitos & adulterinos colores ordinis, discipli-
na & conformitatis, Causam finalem esse restituti-
onem papatus & collocationem Antichristi in
templo Christi, confirmatione(m) impiorum,
ut de Ecclesia et Christo triumphent,
Contristationem piorum lan-
guefactionem, inductionem
in dubitationem, schis-
mata & infinita
scandala.
Anno 1549.

Gegner:
Melanchthon, Philipp (auf Titel) ; Wittenberger Theologen (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Lotter, Michael (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1549 (auf Titel)
Umfang und Format
48 Bl. 8°
VD 16-Nummer
F 1264
Bestandsnachweis HAB
1021.27 Theol. (3)
Weitere Exemplare
S 251.8º Helmst. (7)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Sehr persönliches Vorwort Flacius'', in dem er sein Verhältnis zu Melanchthon erläutert und eine Rechtfertigung seines Verhaltens sowie eine Abfolge der Ereignisse und Streitschriften von seinem Aufenthalt in Wittenberg bis nach dem Tag zu Grimma gibt. Er verteidigt sich gegen den Vorwurf der Undankbarkeit gegen seine Lehrer und verweist auf die Ungeschützheit seiner Situation, in der ihm zu schweigen eigentlich vorteilhafter wäre. Aber er habe einen Präceptor im Himmel, dem er folge. Er habe, als er noch in Wittenberg war, es mit persönlichen Mahnungen versucht, habe im Juni und Juli 1548 in Briefen Mel. und die Wittenberger Theologen zur Umkehr bewegen wollen, aber keine Antwort erhalten und deshalb nach christlicher Ordnung auf das gelindeste öffentlich geschrieben, zuerst auf das Bedencken (Melanchthons vom 16.6.), dann auf den schönen Leipziger Handel und auf die Oration Zieglers. Zusammen mit Amsdorf habe er den Vorwurf zurückgewiesen, daß er die Spaltung verursacht habe. Zuletzt habe man gegen sie namentlich von der Kanzel gepredigt und sie in Briefen an Könige und andere angegriffen. Darauf habe er in öffentlichen Schriften geantwortet, damit die Mitteldinge nicht heimlich in kleinen Zirkeln verhandelt würden. Man müsse ihnen öffentlich entgegen treten, während diese in Briefen agitierten und Gegner der Mitteldinge aus den Ämtern entlassen. Der Vorwurf, durch die Uneinigkeit der Kirche zu schaden, wird eingeräumt, aber die Einführung des Papsttums durch das Fenster wäre ein größerer Schaden. Die Diskussion über die Mitteldinge habe sogar dazu geführt, daß man in nördlichen Königreichen und in Livland das Augsburger Interim einführen wolle. Deshalb sollen sich Gottesfürchtige und vor allem kirchliche Amtsträger den Mitteldingen widersetzen. Die Schrift enthält neben der titelgebenden Entschuldigungsschrift zwei Briefe Flacius'' an Melanchthon vom Juni 1548 und 8.6.1549, seine Vorrede auf die Schrift über die Messe, die er Mel. überreicht hatte, sowie einen Brief an den Wittenberger Rektor Mlichius und einen Brief an einen Pastor H.N.

Zitierhinweis

Apologia ad Scholam Vitebergensem in Adiaphorum causa, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/cc58d4b2-9dac-4f1d-bcc5-420cf9512bd5>. (Zugriff am 07.06.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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