Bibliographie/Quellen

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Enarratio epistolae Pauli ad Philippenses (VD16: M 2025)

Major, Georg (auf Titel)

ENARRA=
TIO EPISTO=
LAE PAVLI, SCRI=
ptae ad Philip=
penses.
Autore
Georgio Maiore.
VVITEBERGAE
Per Iohannem Lufft.
1554.

Druck

Erscheinungsort
Wittenberg (auf Titel)
Drucker
Lufft, Hans (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1554 (auf Titel)
Umfang und Format
8, 166 Bl. 8°
VD 16-Nummer
M 2025
Bestandsnachweis HAB
C 365.8° Helmst. (2)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Bürgermeister und Rat (aus Text oder Kolophon)
Datum
15.4.1554
Umfang
A 2r - A 6r

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
In seiner kurzen Vorrede an den Rat und die Gemeinde von Joachimstal im Erzgebirge bezieht sich Major auf den Glauben und die rechte Art zu Leben, nämlich die Werke. Gott gebe dafür Beispiele, etwa den frommen Kämpfer (miles), wie David es war oder wie der germanische Kaiser Konrad, der bei einer Belagerung der Festung Weinsberg Gnade gezeigt habe und Frauen und Kindern den Abzug gestattet habe. Die hätten daraufhin nicht Kleider und Schmuck, sondern auf den Armen ihre Ehemänner aus der Festung getragen. Der Kaiser habe, beeindruckt von der Tugend dieser Frauen, daraufhin einen milden Frieden geschlossen. So sei es in jedem Lebensumstand nützlich, die göttlichen Regeln zu betrachten. Das gelte auch für die Predigten über Sarepta des Joachimstaler Predigers Johannes Matthesius. Major ermahnt die Joachimstaler zur fröhlichen Anrufung Gottes, die als Bergleut wüssten, wie die Erzadern als göttliche Zeugnisse im Berg zu finden seien. Er verweist auf biblische Beispiele von goldenen und silbernen Dingen. Er widme der Gemeinde seine Enarratio des Briefs an die Philipper, denen sie ähnlich seien in ihrem Bemühen um eine reine Gemeinde, und den Nachgeborenen damit ein Vorbild wie ihnen selbst die Philipper. Wie schreckliche Winde die Gipfel ihrer Berge umstürmten, so griffen die Feinde der Kirche sie von verschiedenen Seiten an, die Verteidiger der papistischen Irrtümer, die fanatischen Schwärmer, die Stenckfelder und andere. Christus möge die Gemeinde in Reinheit der Lehre und frommer Eintracht erhalten, wie sie schon so viele Jahre verschont geblieben sei. Der Herr möge ihre Erzadern ertragreich erhalten. Denn wie das Silbererz der Grundstoff des Silbers sei, der erst mit Schwefel gekocht werden müsse, so sei das Evangelium der Grundstoff für die Wiedergeborenen, das durch den Sohn und den Geist in den Gläubigen wirksam werde. Danach müssten sie sich durch Feuer und verschiedene Übungen reinigen. Das anschließende Inhaltsverzeichnis verweist auf Äußerungen zum freien Willen und zu den guten Werken auf Blatt 37 bis 51, und zu den beiden Naturen in Christus auf 68-74. Auf Blatt 107ff behandelt er die Gerechtigkeit des Gaubens und die Gerechtigkeit der Werke (noch nicht reproduziert und bearbeitet).

Zitierhinweis

Enarratio epistolae Pauli ad Philippenses, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/c50f5da3-9ca4-4361-bc3f-83fdeb2b4424>. (Zugriff am 05.06.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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