Bibliographie/Quellen

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Wigand, Gnothi seauton (VD16: W 2769)

Wigand, Johannes (auf Titel)

[GNOTHI SEAU
TON gr.].
Hoc est,
DE HOMINE
INTEGRO.
CORRVPTO.
RENATO.
GLORIFICATO.
Et de uicinis rebus, Simplex, dilucida
& solida doctrina, ordine tra-
dita in Academia Ie-
nensi, à
Iohanne Vuigando.
FRANCOFORTI APVD PE-
trum Brubachium, Anno
M. D. LXII.

Druck

Erscheinungsort
Frankfurt a. M. (auf Titel)
Drucker
Braubach, Peter (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1562 (auf Titel)
Umfang und Format
12 Blatt, 247 Seiten 8°
VD 16-Nummer
W 2769
Bestandsnachweis HAB
G 344.8° Helmst.
Weitere Exemplare
Alv.: Ab 284 (4); 814.2 Theol. (2); 1021.26 Theol. (2)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Rat und Bürger (aus Text oder Kolophon)
Datum
undatiert
Umfang
a 2r-b 4r

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Erbsündenstreit
Kommentar
Mit diesem umfangreichen Druck nimmt Wigand Stellung zu den im Erbsündenstreit umstrittenen Fragen des Menschen im Urstand, seinem Fall, in seiner Wiedergeburt und in der endzeitlichen Verherrlichung. Wichtig für ihn ist dabei die Feststellung, dass der Mensch auch nach dem Fall ein Geschöpf Gottes geblieben sei und die Sünde ihren Ursprung nicht in Gott habe. Für Wigand ist die Offenbarung Gottes, die in der Schrift vorliege, alleinige Erkenntnisquelle für jede theologische Anthropologie, unterliege doch alles, was der Mensch über sich selbst sagen könne, der durch den Fall konstituierten Verdunklung seines Verstandes und sei so immer mit Fehlern behaftet. Folge man dieser offenbarten Erkenntnisquelle, so sei klar, dass der Mensch im Urstand in Entsprechung zu Gott gelebt habe ohne Sünde. Doch hätten der Teufel und der Mensch selber diesen Urzustand durch den Fall zerstört und damit den Tod des Menschen heraufgeführt. Doch habe Gott durch Christus die Rettung des verlorenen Menschen bewirkt, die in Wort und Sakrament appliziert und in der Auferstehung vollendet werde, wenn der Mensch die Ebenbildlichkeit Gottes wiedererlangen werde. Der Mensch sei und bleibe ein Geschöpf Gottes und sein jetziger Zustand sei auf ihn selbst zurückzuführen und nicht etwa auf Gott, der ihn ohne Sünde geschaffen habe. Das positive Menschenbild der Papisten führe dazu, dass sich der Mensch selber zu seiner Seligkeit vorbereiten müsse, indem er das tue, was in ihm sei. Doch könne er auf diesem Weg die Seligkeit niemals erlangen.

Zitierhinweis

Wigand, Gnothi seauton, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/a111ac7b-07bc-4306-bce3-f022ac2b16e8>. (Zugriff am 26.09.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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