Bibliographie/Quellen

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Disputatio de Sacramento Eucharistiae (VD16: A 2603)

Andreae, Jakob (auf Titel)

Disputatio
de Sacramento Eucharistiae.
DEO AETER=
NO PATRE DOMINI NOSTRI
IESV CHRISTI SPIRITV SVO SANCTO NOS
iuuante, praeside reuerendo & clarißimo viro, D. Iacobo An-
dreae, Ecclesiae & Scholae Tubingensis Praeposito ac Cancellario
dignißimo, sacrosanctae Theologiae Doctore & Professore
Celeberrimo, Patrono & Praeceptore suo reueren-
ter colendo, M. Ludouicus Munsterus Be-
secamensis, VII. Iduum Septem-
bris, hora & loco consueto,
pro ingenij tenuitate
respondebit.
TVBINGAE, ANNO M. D. LXV.

Promovend:
Münster, Ludwig (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Tübingen (auf Titel)
Drucker
Morhart, Ulrich, Witwe (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1565 (auf Titel)
Kommentar Druck
Dreieckiges Ornament
Umfang und Format
4 Blatt 4°
VD 16-Nummer
A 2603
Bestandsnachweis HAB
H 140 a (10). 4° Helmst.

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Abendmahlslehre und Christologie
Kommentar
Der Unterschied zwischen den Sakramenten des AT und denen des NT bestehe darin, dass die ersten auf den kommenden Christus hinwiesen, die zweiten aber den wahrhaft Präsenten aus-teilten. Sakramente sind Zeremonien, mit denen die Verheißung der Gnade bekräftigt wird. Die Transsubstantiationslehre wird als der Natur der Sakramente und dem christlichen Glau-ben fremde Vorstellung abgelehnt. Vielmehr sei zu reden von einer Gegenwart des Leibes Christi, die weder den wahren Leib Christi aufhebt, noch die Symbole der Sakramente entlee-re. Eine räumliche Einschließung des Leibes Christi in das Brot des Abendmahls wird darum abgelehnt. Christus sei seinem Leib und Blut nach wahrhaft präsent im Abendmahl und teile sich den Gläubigen aus. Die Anbetung des Sakraments sei als Götzendienst abzulehnen. Die wahren Anbeter Gottes bäten ihn nicht in diesem oder jenem an, sondern im Geist und in der Wahrheit. Wer die Präsenz des Leibes und Blutes Christi im Abendmahl leugnet und in sei-nem Glauben lieber in den Himmel emporsteigen möchte, in dem er sitze, stehe oder umhergehe gemäß seiner Menschheit, der hat Christus in seiner Wiege noch nicht wirklich erkannt. Die Möglichkeit und das wahrhafte Gegenwärtigsein seien verbürgt durch die Vereinigung mit dem Wort, die im Mutterleib geschehen sei.

Zitierhinweis

Disputatio de Sacramento Eucharistiae, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/aa4edcb8-7099-468f-8e07-e854dc715529>. (Zugriff am 14.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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