Bibliographie/Quellen

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Ein Dialogus vom Interim (VD16: A 1485)

Alber, Erasmus (erschlossen)

Ein Dialogus / oder
Gespräch etlicher Personen
vom Jnterim.
Jtem / Vom krieg des Antychrists
zu Rom / Bapst Pauli des dritten / mit hulff Kei=
ser Caroli des Fünfften / wider Hertzog Johan(n) Friderichen
Churfürsten zu Sachssen etc. vnd seine mit verwandten:
Darinn vrsach angezeygt wirt / das es nit wol möglich gwe
sen sey (Menschlicher hilff nach daruon zureden) das der
löbliche Churfürst zu Sachssen etc. disen obgemelten seinen
Feinden / hab obsigen künden / von wegen so grosser Ver=
rätherey vnnd vntrew / die jme von seinen ey=
gnen Räthen vnd Hauptleüten be=
gegnet ist: Anno 1546.
vnnd 1547.
Jtem / Von den Zeychen des
Jüngsten tags.
Apocalyps. 17.
Vnd einer von den syben Engeln sprach
zu mir: Komm / ich will dir zeigen die grosse Hur (näm=
lich den Antychrist vnd Bapst zu Rom) mit welcher
gehuret haben die Keiser vnd König der erden / Vnd
die da wohnen auff erden / vnnd truncken worden
seynd von dem wein jrer Hurerey.
1548.

Druck

Erscheinungsort
s.l.
Erscheinungsjahr
1548 (auf Titel)
Umfang und Format
64 Bl. 4°
VD 16-Nummer
A 1485
Bestandsnachweis HAB
140.14 Theol. (1)
Weitere Exemplare
251.22 Theol. (4); Ts 96 (1); 448.22 Theol. (3)
Berl DSB Dg 4513 R Berl DSB Dg 4513∠R Dres LB Hist.eccl.E 231,8
Edition
Edition: C&C 1, Nr. 11, S. 548-692
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Widerstand gegen das Augsburger Interim
Kommentar
Dieser Druck stellt einen Dialog zwischen drei lutherischen Christen und einem altgläubigen Verfasser des Augsburger Interim dar. Erasmus Alber legt den drei lutherischen Christen die ganze theologische Kritik am Augsburger Interim in den Mund. Sie konfrontieren den Verfasser mit der in diesem Dokument vertretenen Werkgerechtigkeit und verneinen die Möglichkeit der Ableitung des Papstamtes vom Apostel Petrus. Agricola wird aufgrund seiner Mitarbeit am Augsburger Interim die Hölle als Lohn angekündigt. Die Siebenzahl der Sakramente, das Messopfer, die Transsubstantiation, die Heiligenanrufung, der Messkanon und die Vigilien erfahren eine ausführliche Widerlegung. Die Weihung von Salz, Kräutern und Fladen zur Krankenheilung sei nicht nur abergläubisch, sondern mache das Leiden Christi zunichte. Die Menschen bräuchten keine Heilsmittel mehr, wenn ihnen alles durch geweihte Gegenstände zugeeignet würde. Die Zulassung der communio sub utraque und der Priesterehe bis zum Konzil schaffe einen Zustand der Unsicherheit in der Zwischenzeit und schüre die Zweifel der Bevölkerung. Nachdem der altgläubige Gesprächspartner wieder nach Augsburg abgereist ist, nehmen die drei evangelischen Christen ein ausführliches Gespräch über den Verlauf des Schmalkaldischen Krieges vor. Karl der V. sei ein übler Kriegsherr, der wie Antiochus IV. ganz Deutschland vernichtet habe. Moritz von Sachsen, der Judas von Meißen, erfährt in diesem Gespräch die höchste Kritik.

Zitierhinweis

Ein Dialogus vom Interim, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ff38f738-412d-46de-b269-aa7c37f86d28>. (Zugriff am 13.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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