Bibliographie/Quellen

Zur Übersicht

2065 Quellen in dieser Liste. Sie sehen die Quelle 132.

Eine Entschuldigung an einen Pfarrer (VD16: F 1370)

Flacius, Matthias (auf Titel)

Eine entschuldigun(n)g
Mathiae Flacij Illirici / an
einen Pfarher.
Item desselben / was da sey die Kirchen ver=
lassen odder nicht verlassen.
Item zween Trewme Philippi.
I. Corinth. I.
Es stehet geschrieben / Ich will vmbringen die weisheit
der Weisen / vnd den verstandt der verstendigen will ich ver=
werffen. Wo seindt die klugen? Wo seindt die Schrifftge=
lerten? Wo seindt die Weltweisen? Hat nicht Gott die weis=
heit dieser Welt zur torheit gemacht?
Matth. X.
Wer Vater vnd Mutter mehr liebet denn mich /
der ist meyner nicht werdt.
Haec est mea Apologia.
M. D. XLIX.

Gegner:
Melanchthon, Philipp (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (erschlossen)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1549 (auf Titel)
Kommentar Druck
Parallelausgabe F 1369
Umfang und Format
16 Bl. 4°
VD 16-Nummer
F 1370
Bestandsnachweis HAB
G 730.4° Helmst. (16)
Weitere Exemplare
375.17 Theol. (23); 257.11 Theol. (9); H 112.4° Helmst. (13)
Digitalisat
Verknüpfung zu Volltextdigitalisat - Externes Angebot

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Der Druck zerfällt in drei Teile: Flacius beginnt mit einer Verteidigung gegen einen Pfarrer, der ihn von der Kanzel herab beleidigt hat. Daran schließt sich eine Verhandlung der Frage an, worin der Abfall von der Kirche besteht. Flacius definiert ihn so, dass derjenige sich von der Kirche trenne, der eine falsche Lehre halsstarrig annehme. Diesen Abfall von der Kirche sieht er als gegeben an in der Annahme des Interims durch Gemeindepfarrer. Dies sei ein Verrat an ihren Gemeindegliedern, besäßen diese doch nicht genug Sachverstand, um sich anders entscheiden zu können und würden ihrem Pfarrer in dieser unheilvollen Entscheidung folgen. Als wahre Beschützer und Hirten der Kirche stellt Flacius dem die Warnung vor dem Interim und das damit verbundene Leiden entgegen. In einem abschließenden dritten Teil referiert Flacius zwei Träume MELANCHTHONs, deren erster ihn davor warnte, dass durch das Interim die altgläubige Messe wieder eingeführt werde. Der zweite Traum wies MELANCHTHON darauf hin, dass einige Theologen durch das Interim zur Hölle fahren werden, während andere noch rechtzeitig Buße tun und gerettet werden.

Zitierhinweis

Eine Entschuldigung an einen Pfarrer, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/c4dca9c6-30f1-48e5-b8ef-3110f5c9565f>. (Zugriff am 28.09.2021)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

Zur Übersicht