Bibliographie/Quellen

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Eine Entschuldigung an einen Pfarrer (VD16: F 1369)

Flacius, Matthias (auf Titel)

Eine entschuldigung
Matthiae Flacij Illyrici / an
einen Pfarherr.
Item desselben / was da sey die Kirchen ver=
lassen odder nicht verlassen.
Item zween Trewme Philippi.
I. Corinth. I.
Es stehet geschrieben / Ich will vmbringen die weisheit
der Weisen / vnd den verstandt der verstendigen wil ich ver=
werffen. Wo seind die klugen? Wo seind die Schrifftge=
lerten? Wo seind die Weltweisen? Hat nicht Got die weis=
heit dieser Welt zur torheit gemacht?
Matth. X.
Wer Vater vnd Mutter mehr liebet denn mich /
der ist meiner nicht werdt.
Haec est mea Apologia.
M. D. XLIX.

Gegner:
Melanchthon, Philipp (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1549 (auf Titel)
Kommentar Druck
in VD 16 für diesen und Parallelausgabe f 1370 fälschlich angegeben 8 Bl.; vgl. Digitalisat
Umfang und Format
16 Bl.
VD 16-Nummer
F 1369
Bestandsnachweis HAB
H 111.4° Helmst. (3)
Weitere Exemplare
236.50 Theol. (11)
J 154.4° Helmst. (10)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Der Druck zerfällt in drei Teile: Flacius beginnt mit einer Verteidigung gegen einen Pfarrer, der ihn von der Kanzel herab beleidigt hat. Daran schließt sich eine Verhandlung der Frage an, worin der Abfall von der Kirche besteht. Flacius definiert ihn so, dass derjenige sich von der Kirche trenne, der eine falsche Lehre halsstarrig annehme. Diesen Abfall von der Kirche sieht er als gegeben an in der Annahme des Interims durch Gemeindepfarrer. Dies sei ein Verrat an ihren Gemeindegliedern, besäßen diese doch nicht genug Sachverstand, um sich anders entscheiden zu können und würden ihrem Pfarrer in dieser unheilvollen Entscheidung folgen. Als wahre Beschützer und Hirten der Kirche stellt Flacius dem die Warnung vor dem Interim und das damit verbundene Leiden entgegen. In einem abschließenden dritten Teil referiert Flacius zwei Träume MELANCHTHONs, deren erster ihn davor warnte, dass durch das Interim die altgläubige Messe wieder eingeführt werde. Der zweite Traum wies MELANCHTHON darauf hin, dass einige Theologen durch das Interim zur Hölle fahren werden, während andere noch rechtzeitig Buße tun und gerettet werden.

Zitierhinweis

Eine Entschuldigung an einen Pfarrer, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/d6cf7de2-6e47-4e5a-83bb-31067cb659ee>. (Zugriff am 02.07.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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