Bibliographie/Quellen

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Deren zu Magdeburg Beschluß ihres vorigen Schreibens (VD16: A 2353)

Amsdorf (Amsdorff), Nikolaus (aus Text oder Kolophon) , Gallus, Nikolaus (eigentlich Hahn) (aus Text oder Kolophon) , Flacius, Matthias (aus Text oder Kolophon)

Deren zu Magde=
burgk / so widder die Adiaphora
geschrieben haben / ihres vorigen schrei=
bens beschlus / auff der Adiaphoristen
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zeit jhrer belagerung / vnd jtzt
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gen.
Esa. 8.
Binde zu das gezeugnis / versigele das Gesetz
auff meine Jünger / Denn ich hoffe auff
den HERRN / der sein andlitz ver=
borgen hat für dem Hause
Jacob / Ich aber
harre sein.
Anno 1551. am tag Simonis
vnd Jude 28. Octobris.

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (erschlossen)
Drucker
Lotter, Michael (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1551 (auf Titel)
Umfang und Format
12 Bl. 4°
VD 16-Nummer
A 2353
Bestandsnachweis HAB
H 110 (10). 4° Helmst.
Weitere Exemplare
Yv 2409.8° Helmst.; Alv.: U 164 (17)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Dieser Druck stellt eine Antwortschrift der belagerten Magdeburger an jüngst erschienene Schriften der Wittenberger Theologen dar (vgl. hierzu z.B. B 9449), in denen diese keine Reue gezeigt, sondern fest in ihrer alten Position beharrt hätten. Dem Wittenberger Vorwurf, Trennungen und Spaltungen in der Kirche eingeführt zu haben, halten die Magdeburger das Argument entgegen, dass nicht sie Änderungen und Neuerungen in die Kirche eingeführt hätten. Vielmehr habe es sich so verhalten, dass sich die Unterzeichner des Leipziger Interims von den Interimsgegnern und der alten Form der Lehre abgesondert hätten. So würden nicht allein in unnötigen Stücken Reformen von den Leipzigern gefordert, sondern auch in der Lehre. In der Rechtfertigung, der Buße, den Sakramenten und in kirchlichen Zeremonien würde durch die Adiaphoristen das Evangelium verleugnet und die Abgötterei in die Kirche wiedereingeführt. Sie hätten die Kirche wieder unter die Macht des römischen Antichrists zurückführen wollen. Dieser Lehrverderbnis halten die Magdeburger ihre Position über die Mitteldinge entgegen: "im fal/ wenn die Caremonien oder mitteldinge an stat der bekentnis/ oder als nötig erfordert werden/ oder ergernis bringen/ so sinds nicht mehr für Adiaphora oder mittelding/ sondern andern Gottes geboten gleich zuhalten/ vmb solcher erforderung vnnd ergerniss willen." Nun hätte das Interim die Verdammung der rechten Lehre und den Wiedereintritt in die altgläubige Kirche gefordert und sei darum auf das Entschiedenste abzulehnen. Doch erklären sich die Magdeburger dazu bereit, in einer öffentlichen Versammlung den Dissens mit ihren Gegnern auszutragen und ihn so mit Gottes Hilfe zu beenden. Der Druck endet mit drei Bekenntnissen von Nikolaus von Amsdorf, Nikolaus Gallus und Matthias Flacius Illyricus, in denen sich alle drei zur Beständigkeit in der Lehre bekennen, jeden Kompromiss mit Ungläubigen ablehnen und sich zum Erleiden des Kreuzes um der Wahrheit willen bereit erklären.

Zitierhinweis

Deren zu Magdeburg Beschluß ihres vorigen Schreibens, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/f55b2d1b-87a0-44c2-8ea9-384aba268ebd>. (Zugriff am 14.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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