Bibliographie/Quellen

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Ohne Titel (VD16: E 1696)

Nicolaus, Oresmius (auf Titel)

EPISTOLA LVCIFERI AD SPIRI=
tuales circiter ante Annos Cen=
tum, ut ex codicis uetustate
apparet, descripta. Au=
tore Nicolao
Oren.
Rom. 1.
Quapropter etiam tradidit illos De=
us per cupiditates cordium suorum in
immundiciam, ut ignominia afficiant
corpora sua inter se mutuo, qui commu=
tarunt ueritatem eius mendacio, & ue=
nerati sunt, coluerunt etc. creaturas su=
pra creatorem, qui est laudandus
in secula. Quamobrem tradi=
dit eos Deus in cupidi=
tates ignomini=
osas.

Herausgeber:
Flacius, Matthias (aus Text oder Kolophon)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Lotter, Michael (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1549 (aus Text oder Kolophon)
Umfang und Format
20 Bl. 8°
VD 16-Nummer
E 1696
Bestandsnachweis HAB
925.17 Theol. (10)
Weitere Exemplare
1165.4 Theol. (1); 1021.27 Theol. (10); 1040.6 Theol. (3)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Antikatholisch, Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Mit diesem Druck ediert Flacius Illyricus die Epistola Luciferi, verfasst von Nikolaus von Oresme und dem Gegenpapst JOHANNES XXII. in Avignon am 5. April 1410 überreicht, die er in Manuskriptform im Magdeburger Franziskanerkloster gefunden hatte. Er versieht die Druckfassung dieses kirchenkritischen Textes aus dem Mittelalter mit einem Vorwort, in dem er heftige Kritik am Lebenswandel und der Lehrverfälschung der altgläubigen Kirche übt. Unfassbar sei es, dass die Adiaphoristen auf evangelischer Seite sich nun der Herrschaft dieser abgöttischen Sekte unter Führung des Antichrists unterworfen haben. Die Edition der Epistola Luciferi verfolgt einen doppelten Zweck: Zum einen soll damit aufgezeigt werden, dass das Wirken des Antichrists schon seit langer Zeit in der Kirche vonstatten gehe, sich aber zu jeder Zeit aufrechte Christen gefunden hätten, die ihm widersprochen haben. Zeugnisse der mittelalterlichen Kirchenkritik werden so zu einem identitätsbildenden Element der lutherischen Konfessionskultur herangezogen, um eine Traditionslinie aufzuzeigen zur wahren Kirche Christi über die Jahrhunderte hinweg.

Zitierhinweis

[Ohne Titel], in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/fb791b5c-44fc-4064-b5ec-ce154115742f>. (Zugriff am 06.06.2020)

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