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Bekenntnis Flacius'' von etlichen Irrthumen Maiors (VD16: F 1278)

Flacius, Matthias (auf Titel)

Bekentnus M.
Flac. Jllyrici von etli=
chen jrthumen Maioris.
Item etliche spruche Menij.
i. Thimoth. i.
Denn das ist je gewislich war /
vnd ein teuer werdes wort / das
Christus Jhesus kommen ist in die
welt / die sunder selig zumachen.
Merck / das ist die einige ware
meinung des heiligen Euangelij vnd
ambt Christi / das er kommen sey /
die arme verlorne sünder selig zu=
machen. Dagegen aber schreiet
Maior vnd Bapst / Guete werck
sein also nötig zur seligkeit /
das es vnmüglich one
dieselbigen selig
zuwerden.
1557

Gegner:
Major, Georg (auf Titel) ; Menius, Justus (auf Titel)

Druck

Erscheinungsjahr
1557 (auf Titel)
Umfang und Format
24 Bl. 8°
VD 16-Nummer
F 1278
Bestandsnachweis HAB
Ab 308 (6)
Weitere Exemplare
U 293 (3)
Digitalisat
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Widmung

Empfänger
Hans III. Ungnad von Weissenwolff Freiherr von Sonnegg (aus Text oder Kolophon) ; (aus Text oder Kolophon)
Datum
undatiert
Umfang
A 1v

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Kommentar
Vorrede an Wolfgang von Anhalt und Hans Ungnadt: Flacius hat schon einmal in diesem Jahr die beiden um die Abschaffung der Interimistischen Irrtümer aus den Kirchen gebeten und bietet seine Dienste dazu an. Er übersendet ein Buch, in dem neue interimistische Irrtümer, die neuerdings im Schwang sind und gedruckt werden, widerlegt werden. Die Schrift beginnt F. mit einem Bekenntnis (A 2r/v): Er habe eigentlich eine längere Schrift gegen den Irrtum von der Notwendigkeit der Guten Werke zur Seligkeit schreiben wollen, aber er habe gemerkt, daß ihm seine Äußerungen übel genommen und nicht angehört würden. Deswegen habe er nur ein kurzes Bekenntnis verfaßt, um sein Gewissen zu retten und die Einfältigen treulich zu warnen. Die Irrtümer Majors und seiner Gesellen leht er aus vier Gründen ab: 1. Die Lehre, formuliert im zweiten Band der Homilien (M 2037), daß gute Werke zur Seligkeit nötig seien und niemand das ewige Leben erhalte, der nicht Gottes Gebote gehalten habe. 2. Die Vermischung der Lehre von der zugerechneten Gerechtigkeit und der angefangenen Gerechtigkeit oder Erneuerung des Menschen im selben Buch. 3. Die Lehre, daß die Gerechtigkeit des Glaubens sei die Erneuerung des Menschen oder die neuen Tugenden in ihm, die M. in der Disposition über den Römerbrief zum 10. Kapitel vertreten habe (M 2185). 4. Daß die Wohltaten Christi wie Gerechtigkeit und Seligkeit uns durch deen Glauben gegeben und zugeeignet würden, wie er im selben Buch lehrt. Diese Punkte handelt F. im folgenden ab, den ersten auf A 3r bis B 1r, den zweiten bis B 2v, den dritten von B 3r bis B 8v, den vierten von dort bis C 4r. Abschließend folgen noch polemische Angriffe auf M. mit Einordnung in die bisherigen Streitigkeiten, eine Subscriptio Wigands auf C 6v-C 7r und bis C 8v polemische Kommentare zu einigen Aussagen Menius''. Der Druck endet mit einem lateinischen Zitat aus Melanchthons Salomo-Kommentar.

Zitierhinweis

Bekenntnis Flacius'' von etlichen Irrthumen Maiors, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ab7d9622-00d0-4418-b2b2-782c5872a5df>. (Zugriff am 10.07.2020)

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