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Erinnerung von der neuen Buße Georg Majors (VD16: W 2756)

Wigand, Johannes (auf Titel)

Erinnerung:
Von der Newen Busse
D. Georg. Mariors.
Repetition:
Widerholung vnd endliche Erklerung der
Bekentnis D. G. Maiors genant.
Ioannes VVigandus D.
...

Gegner:
Major, Georg (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
s.l.
Erscheinungsjahr
1568 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
Aufnahme nach VD 16, überprüfen!!!
Umfang und Format
24 Bl. 4°
VD 16-Nummer
W 2756
Bestandsnachweis HAB
--
Weitere Exemplare
Berl DSB Dm 2420 Cob LB Sche 88:17 Dres LB 3.A.7441,angeb.3 Gotha FB Theol.4º520c(15) Mü SB 4ºPolem.3243f Witt LH Kn A 235/1423
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
In dieser Schrift antwortet der Wismarer Superintendent Johannes Wigand auf Georg Majors „REPETITIO: Widerholung vnd endliche Erklerung der Bekentnis D. Georgij Maioris. Von dem Artickel der Justification“ (M 2161), die dieser 1567 als Wiederholung und Bekräftigung seines Druckes „Bekentnis D. Georgij Maioris von dem Artickel der Iustification“ von 1558 (M 2005) veröffentlicht hatte. Wigand befasst sich vor allem mit Majors Aussage, gute Werke seien nötig zur Seligkeit. Damit habe Major die Werke auch zwingend zur Ursacche der Seligkeit erklärt und könne die Werke nicht als Früchte der Seligkeit deute, wie er es nun versuche. Major widerspreche mit seiner Lehre dem biblischen Befund und den Beschlüssen des Apostelkonvents und ignoriere die Warnungen Luthers vor einem Abfall in das Papsttum. Majors Thesen seien von den Theologen aus Lübeck, Hamburg, Lüneburg, Rostock, Magdeburg, Braunschweig, Mansfeld, Eisleben, Nordhausen und Regensburg und im Weimarer Konfutationsbuch (S 1100) bereits ausdrücklich verworfen worden. Eine andere Deutung seiner Thesen durch Major, nach der die guten Werke die Seligkeit erhielten, sei ebenfalls abzulehnen. Der Gerechtfertigte bringe die Früchte hervor wie ein Baum seine Früchte. Der Baum trage die Früchte und nicht die Früchte den Baum. Darüber hinaus sei Major der antinomistischen Irrlehre gefolgt, weil er lehre, dass das Evangelium nicht allein die Gnade, sondern auch die Buße hervorrufe. Damit widerspreche er eindeutig der Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium, wie Luther sie vorgenommen habe. Er lehre pelagianisch, wenn er behaupte, der Mensch könne vor seiner Bekehrung Gottes Wort verstehen, der Heilige Geist helfe dem Menschen nur, die Gottes Wort annehmen und die Ursache der Annehmung und Bekehrung liege im Menschen selber begründet. Sein Versprechen, diese Rede fortan nicht mehr gebrauchen zu wollen, reiche nicht aus. Er müsste seine Bücher zurückrufen, sie verwerfen und widerrufen. Vor allem aber solle er Buße vor seinem Gott tun. Eine christliche Synode solle über diesen Streit abschließend entscheiden.

Zitierhinweis

Erinnerung von der neuen Buße Georg Majors, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/bd5be6dc-cba9-4324-9e67-7950f14cbb7d>. (Zugriff am 08.04.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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