Bibliographie/Quellen

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Bekentnisse und Erkleringe up dat Interim, Bekenntnis und Erklärung aufs Interim, nddt. (VD16: A 362)

Aepin, Johannes (eigentlich Hoeck) (erschlossen)

Bekentnisse vnd Erkle=
ringe vp dat JNTERJM / dorch der Erbarn
Stede / Lübeck / Hamborch / Lünenborch / etc.
Superintendenten / Pastorn vnd Predigere /
tho Christliker vnd nödiger Vnder=
richtinge gestellet.
Matt x.
Wol my bekennet vor den minschen / den wil ick bekennen vor mynem
Hemmelschen Vader / Wol myner öuerst vorsaket vor den minschen /
Des wil ick ock vorsaken / vor mynem Hemmelschen Vader.
Heb. x.
De gerechte wert des Gelouens leuen / Wol öuerst wyken wert /
an deme wert myne Seele nein wolgeuallen hebben / Wy öuerst syne nicht
van den / de dar wyken vnd vordömet werden / sonder van den / de dar lö=
uen / vnd de Seele redden.
Dorch Joachim Louw gedrücket.

Druck

Erscheinungsort
Hamburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Louwe, Joachim (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1548 (erschlossen)
Kommentar Druck
Ovales und rechteckiges Ornament auf Titelblatt; ursprüngliche, niederdeutsche Fassung, vgl. die hochdeutschen Fassungen gedruckt in Hamburg und Magdeburg
Umfang und Format
123 Bl. 4°
VD 16-Nummer
A 362
Bestandsnachweis HAB
193 Theol. (2)
Weitere Exemplare
S 211.4º Helmst. (1); 231.74 Theol. (1); 521.3 Theol. (15)
Edition
Edition geplant
Digitalisat
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Vorwort

Autor
Superintendent, Pastoren und Prediger von Hamburg (auf Titel)

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Widerstand gegen das Augsburger Interim
Kommentar
Auf der Mölner Tagfahrt 1548 wurde von den Räten beschlossen, eine theologische Stellungnahme der drei wendischen Hansestädte bei den Theologen in Auftrag zu geben. Aepin ließ die Schrift sofort nach Fertigstellung drucken und erreichte so eine Festlegung der Politik der Hansestädte auf seine ablehnende Haltung. Das Interim enthalte zwar auch Gutes, aber dies stamme ursprünglich aus den Schriften der Evangelischen und sei mit berechnender Absicht eingefügt, um der Sache einen guten Anschein zu geben. Es könne besser aus den evangelischen Dokumenten bezogen werden. Dazu gäbe es viel Falsches und Unrechtes im Interim, das sich leicht erkennen ließe, auch wenn man versucht habe, es zu verbergen. Und schließlich sei Gutes und Schlechtes darin vermischt, so dass auch das Gute durch seinen üblen Kontext entwertet sei. Dazu sei der Text uneindeutig und könne von der Gegenseite beliebig interpretiert werden. Danach nehmen die Autoren kapitelweise Stellung zum Interim und grenzen ihre eigene Position dagegen ab. Ihre erklärte Absicht ist es, dem Kaiser und allen Verständigen zu zeigen, dass die ablehnende Haltung der Interimsgegner nicht leichtsinnig oder böswillig, sondern auf Gottes Wort gegründet sei. Man wolle dem Interim auf Grundlage der Schrift, der Kirchenväter und der evangelischen Schriften entgegentreten und sei bereit, dafür Verfolgung zu erleiden, auch wenn man darauf hoffe, dass es ein allgemeines Konzil geben und der Kaiser das Interim nicht durchführen lassen werde.

Zitierhinweis

Bekentnisse und Erkleringe up dat Interim, Bekenntnis und Erklärung aufs Interim, nddt., in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/f286c1e6-9724-47ca-a2f5-83a5a26c098b>. (Zugriff am 19.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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