Schimpfwort des Monats

Die Autoren der Streitschriften pflegten eine starke und sehr bildhafte Sprache. In einer Zeit, in der die Alphabetisierungsrate sehr niedrig lag, war es ein probates Mittel, den Gegner durch Beschimpfung wirksam und einprägsam zu charakterisieren und zu beschreiben, um so die eigene inhaltliche Argumentation zu verstärken. Die polemische Sprache ist auch als Ausdruck der starken inneren Beteiligung der Kontrahenten zu verstehen. An dieser Stelle werden einzelne Invektiven aus dem Schriftencorpus im Zitat nachgewiesen und erläutert.

Schimpfwörter nach Alphabet

Ärgernisrufer

... weiset sich greifflich aus, das diese Ergernisruffer auch hierin Cameluerschlinger vnd Muckensichter sein, als die noch andern Leuten viel vom ergernis zu predigen sich nicht schewen, vnd sey dieses auch den Richtern heimgestellet zu...

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Adiaphorist

(…) so haben wir nu eine zimliche lange zeit keine schrifft wider die Adiaphoristen, vmb friedens willen, ausgehen lassen, bis vns Menius dazu gedrungen hat (…). (Matthias Flacius Illyricus, Von den vornehmsten adiaphoristischen Irrtümern...

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Ahitophel

„Das also alle frome hertzen, welche gern bey Christo rein vnnd allein bleiben vnd jhn fur dieser argen Welt bekennen wöllen, an diesen stenden der Meisnischen Landtschafft ein Exempel haben, jre bekentnis gleicher gestalt fur den Achitofeln...

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