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Wigand, Zur Repetition Majors (VD16: W 2759)

Wigand, Johannes (auf Titel)

Erinnerung:
Von der Newen Busse
D. Georg. Maiors.
Repetition.
Widerholung vnd endliche erklerung der
bekentniß D. G. Maiors genant.
Ioannes VVigandus D.
Galat. II.
Doch weil wir wissen / das der Mensch durch des Gesetzes Werck nicht
gerecht wirdt / sondern durch den Glauben an Jhesum Christ / So gleuben wir
auch an Christum Jhesum / auff das wir gerecht werden durch den Glauben an
Christum / vnd nicht durch des Gesetzes Werck. Denn durch des Gesetzes
Werck wirdt kein Fleisch gerecht / etc.
Ibid. So durch das Gesetz die Gerechtigkeit komet / so ist Christus ver=
geblich gestorben.

Gegner:
Major, Georg (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Lübeck (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Kröger, Aswer (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1568 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt
Umfang und Format
19 Blatt 4°
VD 16-Nummer
W 2759
Bestandsnachweis HAB
J 11. 4° Helmst. (14)
Weitere Exemplare
86.33 Jur. (7); 179.1 Quod. (23); 231.74 Theol. (10); 257 Quod. (13); Alv.: Dk 180 (4); Alv.: Dk 180 (12);
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
In dieser Schrift antwortet der Wismarer Superintendent Johannes Wigand auf Georg Majors „REPETITIO: Widerholung vnd endliche Erklerung der Bekentnis D. Georgij Maioris. Von dem Artickel der Justification“ (M 2161), die dieser 1567 als Wiederholung und Bekräftigung seines Druckes „Bekentnis D. Georgij Maioris von dem Artickel der Iustification“ von 1558 (M 2005) veröffentlicht hatte. Wigand befasst sich vor allem mit Majors Aussage, gute Werke seien nötig zur Seligkeit. Damit habe Major die Werke auch zwingend zur Ursacche der Seligkeit erklärt und könne die Werke nicht als Früchte der Seligkeit deute, wie er es nun versuche. Major widerspreche mit seiner Lehre dem biblischen Befund und den Beschlüssen des Apostelkonvents und ignoriere die Warnungen Luthers vor einem Abfall in das Papsttum. Majors Thesen seien von den Theologen aus Lübeck, Hamburg, Lüneburg, Rostock, Magdeburg, Braunschweig, Mansfeld, Eisleben, Nordhausen und Regensburg und im Weimarer Konfutationsbuch (S 1100) bereits ausdrücklich verworfen worden. Eine andere Deutung seiner Thesen durch Major, nach der die guten Werke die Seligkeit erhielten, sei ebenfalls abzulehnen. Der Gerechtfertigte bringe die Früchte hervor wie ein Baum seine Früchte. Der Baum trage die Früchte und nicht die Früchte den Baum. Darüber hinaus sei Major der antinomistischen Irrlehre gefolgt, weil er lehre, dass das Evangelium nicht allein die Gnade, sondern auch die Buße hervorrufe. Damit widerspreche er eindeutig der Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium, wie Luther sie vorgenommen habe. Er lehre pelagianisch, wenn er behaupte, der Mensch könne vor seiner Bekehrung Gottes Wort verstehen, der Heilige Geist helfe dem Menschen nur, die Gottes Wort annehmen und die Ursache der Annehmung und Bekehrung liege im Menschen selber begründet. Sein Versprechen, diese Rede fortan nicht mehr gebrauchen zu wollen, reiche nicht aus. Er müsste seine Bücher zurückrufen, sie verwerfen und widerrufen. Vor allem aber solle er Buße vor seinem Gott tun. Eine christliche Synode solle über diesen Streit abschließend entscheiden.

Zitierhinweis

Wigand, Zur Repetition Majors, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/d096dfb3-8492-4016-bd70-446c97cd2a7b>. (Zugriff am 28.10.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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