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Von der Enturlaubung Jllyrici und Wigandi (VD16: F 1548)

Flacius, Matthias (auf Titel) , Wigand, Johannes (auf Titel)

Von Entvrloubung
Jllyrici / vnnd
Wygandi.
Darvß Christliche Hertzen beides verstehn mügen /
Erstlich / was die beschuldigung Jhrer Widersacher /
Vnd der Theologen ware verantwortung sey.
Darnach das Jnen von dem Lügen Zettel / so new=
lich im Druck ausgangen / vnrecht geschicht.
ANNO, M. D. LXII.

Gegner:
Stössel, Johann (aus Text oder Kolophon)

Druck

Erscheinungsort
Regensburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Geißler, Heinrich (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1562 (auf Titel)
Kommentar Druck
Ornament auf Titelblatt
Umfang und Format
3 Blatt 4°
VD 16-Nummer
F 1548
Bestandsnachweis HAB
K 310. 4° Helmst. (2)
Weitere Exemplare
151.27 Theol. (16)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Synergistischer Streit
Kommentar
Mit diesem Druck setzen sich die beiden am 10. Dezember 1561 aus ihrem Dienst an der Jenaer Universität entlassenen Professoren Johannes Wigand und Matthias Flacius Illyricus zur Wehr gegen den Einblattdruck „Newe Zeitung. Von Entvrlaubung Flacij Illyrici vnd seiner Rotte aus der Vniuersitet zu Jena.“, in dem sie hart beschuldigt worden waren. Dabei referieren sie zunächst sechs Gründe, die für ihre Entlassung geltend gemacht wurden. 1. Sie hätten den Pfarrer Johann Stössel in einer privaten und nicht veröffentlichten Schrift zur Einheit gemahnt. 2. Sie hätten sich geweigert, alle Veröffentlichungen im Raum Deutschland zuerst durch die Zensur am Hof gehen zu lassen. 3. Sie hätten Kritik an herzoglichen Mandaten geübt. 4. Sie hätten ihren Glauben als einzig wahren bezeichnet und jede Kritik daran als häretisch bezeichnet. 5. Sie wollten sich nicht von anderen Theologen kritisieren oder korrigieren lassen. 6. Sie seien selber die Ursache aller Streitigkeiten an der Universität und Kirche von Jena. Zu diesen sechs Kritikpunkten nehmen die beiden Theologen nun Stellung: 1. Stössel habe sich selber bereit erklärt zur brüderlichen Vermahnung, die nach dem Befehl Christi zunächst geheim stattgefunden habe. 2. Der freie Druck an jedem Ort sei eine Einstellungsbedingung gewesen. Die Zensur sei gegen ihr Gewissen gerichtet gewesen. 3. Diese Mandate seien ohne Billigung der Superintendenten ausgegangen und auch inhaltlich mit vielen Mängeln behaftet gewesen. 4. Es gebe nur einen wahren Glauben. Darum müssten alle ihm widersprechenden Lehren verdammt werden. Die Akzeptanz der entgegengesetzten Lehre widerspreche dem christlichen Glauben. 5. Sie hätten sich dafür eingesetzt, dass die Theologen des Herzogtums über die strittigen Fragen urteilen. So hätte der langwährende Streit zu einem Ende gebracht werden können. 6. Selbst Stössel habe gesagt, dass die falsche Lehre und die falschen Lehrer in Jena, vor allem die Anhänger Victorin Strigels, der Grund für die Auseinandersetzungen gewesen seien.

Zitierhinweis

Von der Enturlaubung Jllyrici und Wigandi, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/bbf3ea4c-8495-4d07-bab1-90952e6a9a08>. (Zugriff am 13.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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