Bibliographie/Quellen

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Replica auf die Gründe des Gallus (VD16: G 291)

Wittenberger Studenten (auf Titel)

Auff Nicolai Galli
zu Regensburg Gründe / so er wider die
genante Adiaphoristen der Adiapho=
ren halben zu haben vermeint
REPLICA VND
andere Antwort.
Etlicher wolmeinender vnd jren Praecepto=
ribus danckbare Studenten / an die erste jre
Antwort / so aus den Actis Sinodi=
cis etc. gezogen / anzuhengen.
Sampt einer eingeleibten Schrifft
NICOLAI GALLI / darauff diese
REPLICA gestellet.
Exodi xx.
Du solst nicht falsch gezeugnis reden wider
deinen Nechsten.
Prouerb. xij.
Wer leuge / der ist ein falscher Zeug.
1560.

Gegner:
Gallus, Johannes (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Wittenberg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Schwenck, Lorenz (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1560 (auf Titel)
Kommentar Druck
Rechteckiges Ornament auf Titelblatt
Umfang und Format
42 Bl. 8°
VD 16-Nummer
G 291
Bestandsnachweis HAB
312. 11 Theol. (4)
Weitere Exemplare
J 173. (1). 4° Helmst.; 500.4 Theol. (13)
Digitalisat
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Vorwort

Autor
Wittenberger Studenten (erschlossen)

Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Dieser Druck stellt eine Antwort von Wittenberger Studenten auf zwei Schriften des Straßburger Superintendenten Nikolaus Gallus dar (G 290 und G 295). Gallus habe zwei Hauptanklagen gegen die Wittenberger Fakultät erhoben: I. Die Wittenberger Lehrer hätten die Adiaphora mit ihrem Leipziger Interim in die Kirche eingeführt, obwohl sie von altgläubiger Seite als notwendig zur Seligkeit bezeichnet worden und teilweise als gotteslästerliche Adiaphora zu beurteilen seien. II. Die Adiaphora kämen genetisch vom Papst her. Damit hätten die Wittenberger Lehrer dem Papst wieder indirekt die Oberherrschaft in der Kirche eingeräumt. Auf die erste Anklage antworten die Wittenberger Studenten mit dem Hinweis darauf, dass in Kursachsen keineswegs Adiaphora als nötige Stücke eingeführt worden seien. Die gotteslästerlichen Adiaphora habe man bewusst ausgeklammert bei der Erstellung des Leipziger Landtagsentwurfes. Zur zweiten Anklage wenden die Wittenberger Studenten ein, dass die im Leipziger Landtagsentwurf eingeführten Adiaphora gar nicht vom Papst herkämen, sondern auf altkirchliche Traditionen beruhten. Darüber hinaus komme das Interim vom Kaiser und keineswegs vom Papst, der sich über die beiden Zugeständnisse der communio sub utraque und der Priesterehe noch beim Kaiser beschwert habe. Von den Adiaphora gelte im Allgemeinen, dass sie auch in casu confessionis frei vor Gott blieben und nur dem unfrei und nötig würden, der sein Bekenntnis nicht gegen ein gottloses Gebot ablege und die Wahrheit verschwiege. Kursachsen habe sein klares Bekenntnis zum Augsburger Interim abgelegt und im Leipziger Landtagsentwurf nur christliche Adiaphora übernommen. In Kursachsen sei niemals ein Adiaphoron mit dem inkriminierten Zusatz der Notwendigkeit zum Heil versehen worden.

Zitierhinweis

Replica auf die Gründe des Gallus, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/bf22909e-6410-46fc-b434-2c4c857593f4>. (Zugriff am 17.09.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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