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Vermahnung zu Geduld und Glauben zu Gott (VD16: F 1523)

Flacius, Matthias (auf Titel)

Verm(m)anung Matth:
Flacij Illyrici zur gedult vud
glaube(n) zu Gott / im Creutz dieser verfol=
gung Geschrieben an die Kirche Christi zu
Magdeburg.
Esaiae Cap. 41.
Du aber Israel mein knecht / Jacob / den ich erwelet habe /
Du samen Abrahams meines geliebten / der ich dich bey der
hand gefast habe von der welt ende her / vnd habe die beruffen
von jhren gewaltigen / vnd sprach zu dir. Du solt mein knecht
sein / denn ich erwele dich / vnd verwerffe dich nicht / fürchte dich
nicht / ich bin mit dir / weiche nicht / denn ich bin dein Gott / ich
stercke dich / ich helffe dir auch / ich erhalte dich / durch die rechte
hand meiner gerechtigkeit. Sihe / sie sollen zu spot vnd schanden
werden / alle die dir gram sind / Sie sollen werden / als nichts /
vnd die leut / so mit haddern / sollen vmbkommen / das du nach
jhr fragen möchtest / vnd wirst sie nicht finden / die leute / so mit
dir zancken / sollen werden als nichts / vnd die leute / so wider dich
streiten / sollen ein ende haben. Denn ich bin der HErr dein Gott /
der deine rechte handt fasset vnd spricht zu dir / fürchte dich nicht
ich helffe dir.
So fürcht dich nicht du WVRMLEIN Jacob / ihr AR=
MER HAVF / Israel / Ich helffe dir / spricht der HErr / vnd dein
Erlöser der heilige in Israel. Du aber wirst frölich sein
am HERRN / vnd wirst dich rhümen des heiligen in
Israel. Auff das mann sehe vnd erkenne vnd mercke
vnd verstehe zugleich / das des HErrn hand ha=
be solches gethan.

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (aus Text oder Kolophon)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (aus Text oder Kolophon)
Erscheinungsjahr
1551 (aus Text oder Kolophon)
Kommentar Druck
minimale Varianten zu H 118 4° Helmst. (28), in HAB-OPAC falsch zugeordnet; ZV 5901?
Umfang und Format
20 Bl. 4°
VD 16-Nummer
F 1523
Bestandsnachweis HAB
258.9 Quod. (3)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Diese Schrift, abgefasst von Matthias Flacius Illyricus am 1. Juni 1551 (Kolophon), stellt eine Trostschrift an die durch kursächsische Truppen belagerte Stadt Magdeburg (Oktober 1550-November 1551) dar. Das Leiden und die Verfolgung stellten Lebenskennzeichen der Kirche Christi dar. Geduld und Hoffnung seien nun vor allen Dingen nötig für die Magdeburger. Die Adiaphoristen seien abgefallen von der wahren Religion hin zum heidnischen Papsttum. Die Annahme des Interim stelle eine Verleugnung der wahren Religion dar. Gott sei indes Herr über das Weltgeschehen und werde letzten Endes über den Teufel siegen. An den allmächtigen Lenker des Weltgeschehens sollten sich darum die Gebete seiner verfolgten Gemeinde richten. Gott führe sein Volk von Zeit zu Zeit in das Leiden, helfe aber wieder heraus und strafe am Ende die Gottlosen. Flacius weist auf die Himmelszeichen (vgl. M 1894) hin, die in jüngster Zeit gesehen worden seien. Zwar wisse man nicht genau, was sie bedeuteten, aber ohne Zweifel seien sie Trostzeichen Gottes für seine bedrückte Gemeinde in Magdeburg.

Zitierhinweis

Vermahnung zu Geduld und Glauben zu Gott, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/f21a0bda-ce88-46f7-b17f-2e4ff3c87af2>. (Zugriff am 02.07.2020)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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