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Das Doktor Martinus kein Adiaphorist gewesen ist. (VD16: A 2338)

Amsdorf (Amsdorff), Nikolaus (auf Titel)

Das Doctor Marti=
nus kein Adiaphorist gewesen ist /
vnd das D. Pfeffinger vnd das
buch on namen jhm / gewalt vnd
vnrecht thut.
Nicolaus von Amssdorff / EXVL
V. NOVEMB.
Gedruckt zu Magdeburg / bey
Christian Rödinger. Anno M. D. L.

Gegner:
Pfeffinger, Johann (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (auf Titel)
Drucker
Rödinger, Christian d. J. (auf Titel)
Erscheinungsjahr
1550 (auf Titel)
Umfang und Format
10 Bl. 4°
VD 16-Nummer
A 2338
Bestandsnachweis HAB
H 118 (22). 4° Helmst.
Weitere Exemplare
231.161 Theol. (5); 248.13 Theol. (15); Alv.: Ef 104 (4)
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit
Kommentar
Amsdorf anwortet mit dieser Schrift auch zwei Schriften Johannes Pfeffingers. In dem Anfang Traktat „Von den Traditionibus, Ceremonis, oder Mitteldingen, Christlicher warer Bericht“ (Leipzig 1550; VD 16: P 2357) rechtfertigt Pfeffinger die Haltung der Theologen, die hinsichtlich der Leipziger Artikel mit Moritz von Sachsen kooperierten. Im Oktober 1550 erschien dann eine unter dem Titel „Grüntlicher und Warhafftiger Bericht der vorigen und jetzigen, für und nach dem Kriege ergangenen Handlungen, von den Adiaphoris oder Mitteldingen […]“ (VD 16: P 2324) von Pfeffinger herausgegebene und anonyme, allerdings zuvor handschriftlich verbreitete, Schrift aus dem Jahre 1549 mit einem Nachwort von Pfeffinger und expliziten Berufungen auf Luther, die CA und Urban Rhegius sowie direkten Anreden an die Magdeburger. Amsdorfs Antwort befasst sich vor allem mit der Frage, welche Autorität Luther im Streit um die Adiaphora zukomme und wie seine Aussagen zu deuten seien. Hierbei sucht Amsdorf zu erweisen, dass Luthers Autorität sich nicht im Sinne der Interimsbefürworter heranziehen lasse. Mit Rücksicht auf die Schwachen sei Luther bereit gewesen, einzelne Adiaphora nachsichtig zu handhaben. Ansonsten habe er aber für die Abschaffung der nicht schriftgemäßen Bräuche plädiert. Pfeffingers Rechtfertigung einer Einführung solcher Praktiken in das religiöse Leben lasse sich mit Luther nicht begründen. Pfeffinger solle vor dem Kaiser und dem altgläubigen Klerus Mut nicht um eines brüchigen Friedens willen kleinbeigeben und vor allem nicht die reine Lehre des Evangeliums verraten. Die Wiedereinführung nicht schriftgemäßer altgläubiger Zeremonien in protestantischen Gemeinden spiele letztlich nur den Interessen des Papsttums und damit dem Antichristen selbst in die Hände.

Zitierhinweis

Das Doktor Martinus kein Adiaphorist gewesen ist., in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/bc734642-bede-4e9e-a484-48fc464b6401>. (Zugriff am 22.11.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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