Bibliographie/Quellen

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Gallus, Gegen Majors Entschuldigung der Leipziger Deklation halben (VD16: G 255)

Gallus, Johannes (auf Titel)

Auff des Herrn D.
Maiors verantwortung vnd De=
claration der Leiptzigischen Pro=
position / wie gute werck zur selig=
keit nötig sind / zum zeugnis seiner
vnschult / das er mit der Leiptzi=
gischen handlung nichts zu
thun habe.
Antwort.
Nicolai Galli.
Galat. ij.
Da etliche falsche Brüder / sich mit eingedrun=
gen / vnd neben eingeschlichen waren / zuuerkundscha=
ffen vnser freyheit / die wir haben in Christo Jhesu /
das sie vns gefangen nemen / wichen wir denselbigen
nit eine stunde / vnterthan zu sein / auff das die warheit
des Euangelij bey euch bestünde.
Basel.
Anno 1552.

Gegner:
Major, Georg (auf Titel)

Druck

Erscheinungsort
Magdeburg (erschlossen)
Drucker
Lotter, Michael (erschlossen)
Erscheinungsjahr
1552 (auf Titel)
Umfang und Format
20 Bl. 4°
VD 16-Nummer
G 255
Bestandsnachweis HAB
183.12 Theol. (9)
Weitere Exemplare
327.4 Theol. (5); 511.32 Theol. (16); Alv.: Ef 104 (14)
Edition
Ediert in unserer Ausgabe Bd. 3, Nr. 4, S. 96-128.
Digitalisat
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Inhaltsbeschreibung

Kontroverse
Adiaphoristischer Streit, Synergistischer Streit
Kommentar
Dieser Druck stellt eine Antwort auf die Kampfschrift Majors gegen von Amsdorf (M 1996) dar, in der dieser den Satz "Gute Werke sind nötig zur Seligkeit" verteidigt hatte. Gallus kritisiert zunächst, dass Major seine Mitarbeit am Leipziger Landtagsentwurf geleugnet habe. Einem Christen hätte ein Sündenbekenntnis besser angestanden. Die Adiaphoristen müssten ihre Irrtümer bekennen und verdammen. In einer Predigt, die Major am Mittwoch nach Thomae (23. Dezember 1551) in Eisleben gehalten habe, habe dieser den Satz "Gute Werke sind nötig zur Seligkeit", der im Leipziger Landtagsentwurf enthalten gewesen sei, verteidigt. Demgegenüber sei festzuhalten, dass Gott die Gottlosen ohne jedes Werk rechtfertige. Die Notwendigkeit guter Werke sei darüber hinaus seelsorgerlich untragbar. Mit einem Zitat aus der Major-Predigt wird dessen Position referiert: Der Mensch werde gerechtfertigt ohne jedes Werk allein aus Glauben. Jedoch seien gute Werke nötig, um die Rechtfertigung zu erhalten. Bringe ein Mensch keine guten Werke hervor, so sei dies als ein Zeichen zu deuten, dass sein Glaube tot und falsch sei. Dieser Position Majors hält Gallus entgegen, dass die Rechtfertigung ergriffen und erhalten werde allein mit dem Glauben. Dieser Glaube bringe gute Früchte hervor, weil er den Baum selber gut mache.

Zitierhinweis

Gallus, Gegen Majors Entschuldigung der Leipziger Deklation halben, in: Controversia et Confessio Digital. Herausgegeben von Irene Dingel. <http://www.controversia-et-confessio.de/id/ae711613-bad3-4580-9dac-810daf6082f0>. (Zugriff am 25.08.2019)

Dieser Text steht unter einer CC BY 4.0 Lizenz.

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